Sowohl Braunschweigs Trainer Michael Schiele als auch Karlsruhes Coach Christian Eichner verzichteten auf personelle Veränderungen in den Startformationen im Vergleich zur Vorwoche. Im Eintracht-Stadion trafen damit zwei eingespielte Mannschaften aufeinander.

Christian Eichner, Cheftrainer beim Karlsruher SC.
Christian Eichner, Cheftrainer beim Karlsruher SC. (Archivbild) | Bild: Lars Notararigo

Die Torflaute aus den letzten beiden Spielen war dem KSC sichtlich anzumerken. Meist war der letzte Ball zu ungenau, sodass die Angriffe, die bis 20 Meter vor das Tor teils ansehnlich gelangen, ohne Ertrag blieben.

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Anders machten es die Gastgeber, die mit mehr Selbstbewusstsein schnörkellos über wenige Stationen in den Strafraum eindrangen und so bereits in der achten Minute zur ersten Großchance kamen. Ujah prüfte aus kurzer Distanz Gersbeck, der stark reagierte.

Eine zu harmlose Offensive

6:2 stand es nach Torschüssen zur Pause für die Braunschweiger, viel passierte in den Strafräumen also nicht. Das kennt man vom KSC bereits aus den letzten Spielen. Die Offensive der Badener ist einfach extrem harmlos. Die größte KSC-Chance vergab Batmaz nach knapp einer halben Stunde.

Malik Batmaz (KSC 31) am Ball.
Malik Batmaz (KSC 31) am Ball (Archivbild). | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Danach verflachte das Spiel immer mehr, ein Tor lag nicht in der Luft - fiel tatsächlich aber noch vor der Pause: Nach einem Standard aus dem Halbfeld köpfte Ujah vom Strafraumrand ins Tor und lies Keeper Gersbeck dabei nicht wirklich glücklich aussehen. Damit traf der ehemalige Stürmer von Köln, Union Berlin und Mainz im dritten Spiel in Folge für die Braunschweiger Löwen.

Frischer Wind durch einen Wechsel

Im zweiten Durchgang wechselte Eichner sein Team durch. Kaufmann, Rapp und Jung wirkten neu mit und sollten für neue Impulse sorgen. Und tatsächlich schienen die vielen Wechsel beim KSC schnell Früchte zu tragen. Nachdem Nebel noch vergab (52.), erhöhten die Blau-Weißen weiter den Druck.

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Braunschweig konnte nicht mehr standhalten und kassierte somit kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich, nachdem Gondorf die Übersicht behalten hatte und Wanitzek bediente (54.), der zum 1:1 veredeln konnte und somit den Badenern mal wieder ein Torjubel bescheren konnte.

Verbissener Kampf - doch vergeblich

Durch diesen Treffer war somit das gesamte Spiel wieder offener und der KSC wieder besser drin. Beide Mannschaften wagten nun deutlich mehr und orientierten sich in Richtung Sieg zu spielen, was dem Spiel sehr gut tat und die Attraktivität der Partie deutlich erhöhte. Auch in Puncto Chancen tat sich nun mehr. Erfolgreicher waren dabei in Summe aber die Niedersachsen.

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Erneut traf Ujah nach Vorarbeit von Pherai, der auch schon am ersten Braunschweiger Treffer beteiligt war. 72 Minuten waren da gespielt. Doch von diesem Rückschlag zeigte sich der KSC so beeindruckt, dass in der Schlussphase nichts Nennenswertes nach vorne mehr passierte.

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Für den KSC gab es damit keine Punkte aus Niedersachsen mit einzupacken für die Heimreise. Trainer Eichner sprach anschließend ernüchternd von „keinem guten Fußballspiel“ seines Teams.