In Minute drei lautete die Devise von Tim Breithaupt beim Spiel in Braunschweig: Ruhe reinbringen, Sicherheit bekommen. Daher: Ein Rückpass des gebürtigen Badeners in den Reihen des KSC.

Das Eigengewächs spielte anfangs unauffällig, hatte immer Manuel Pherai, den starken Kreativspieler im Team der Löwen, der von Dortmund II nach Braunschweig gewechselt war, im Blick und lange im Griff. Mit zunehmender Spieldauer versuchte Breithaupt sich immer mehr ins Offensivspiel einzuschalten, ohne seinen Kern-Job, die Defensivarbeit, zu vernachlässigen.

Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Tim Breithaupt (KSC 38)
Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Tim Breithaupt (KSC 38) (Archivbild). | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Foul in der ersten Halbzeit

So verhinderte er nach 22 Minuten durch kluges Stellungsspiel und den Ballgewinn, dass die Gastgeber einen Konter zu Ende spielen konnten. Auffallend: Trotz seiner 192 Zentimeter Größe war er nicht der “Herr der Lüfte.“ Als er selbstbewusst und abgezockt einen Braunschweiger tunnelte stoppte ihn der mit einem Foul.

Das könnte Sie auch interessieren

Aber: Der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Dann drehte Pherai auf, zockte Breithaupt in einem Zweikampf ab. Da fehlte dem Blau Weißen die Robustheit. Als er kurz danach einen Braunschweiger Angriff nur durch ein Foulspiel stoppen konnte, führte der anschließende Freistoß - dank der Mithilfe etlicher KSC Spieler - zur Löwen Führung, durch einen Kopfballtreffer von Anthony Ujah. Nach 77 Minuten war die Partie für den U20-Nationalspieler Breithaupt zu Ende.

Blick auf die Anzeigentafel mit dem Endergebnis.
Blick auf die Anzeigentafel mit dem Endergebnis. | Bild: Swen Pförtner/dpa

Er wurde aus taktischen Gründen ausgewechselt. Eichner brachte für den defensiven Mittefeldspieler Breithaupt den offensiven Außenbahnspieler Kelvin Arase. Es war keine Glanzleistung des Youngsters Breithaupt. Der erwischte in Braunschweig keinen Sahnetag, aber enttäuscht hat er - wie eigentlich immer - nicht. Seine Leistungsdaten belegen das. In 77 Minuten 9,97 Kilometer abzuspulen - ist topp! Auch die Passquote von 88 Prozent ist richtig gut. Aber: Viele seiner Pässe spielte er nach hinten. Die Zweikampfquote von 58 Prozent ist ordentlich. Doch der Blondschopf lieferte da schon bessere Werte ab.