Seit mehr als einem Jahr ist klar, dass Philipp Hofmann den KSC verlassen will. Der Torjäger hat das offen kommuniziert. Die Zeit darauf zu reagieren, war für die KSC-Kaderplaner lang - sehr lang. Eine Lösung für diese durchaus schwierige und knifflige Aufgabe wurde noch nicht präsentiert.

Von Hoffenheim zum KSC?

Es wurde intern eine "Wunsch-Einkaufliste" erstellt, doch noch kein Einkauf vermeldet. Immer wieder sickert durch, welche Profis sich als der Hofmann-Nachfolgekandidaten auf der Liste befinden. Die neueste Spekulation, die im Wildpark die Runde macht: David Otto.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) hält die Ecke im Zweikampf gegen David Otto (Regensburg 14)
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) hält die Ecke im Zweikampf gegen David Otto (Regensburg 14) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der Stürmer steht bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag, war bis Ende m der abgelaufenen Spielrunde an Jahn Regensburg ausgeliehen. Dort kam er in 20 Zweitligaspielen zum Einsatz, erzielte dabei drei Treffer und bereitete zwei Tore vor.

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Der gebürtige Pforzheimer ist 23 Jahre alt, hat mit 185 Zentimetern Größe durchaus die Voraussetzung, als Stoßstürmer oder Wandspieler wie Trainer Christian Eichner diesen Spielertypus nennt, zu überzeugen. Aber: Otto hat in Hoffenheim Vertrag bis 2023. Den müsste er verlängern, um erneut ausgeliehen werden zu können. Sonst wäre nur ein Transfer mit Ablöse möglich.

Dittgen, Klos und Seydel sind weg

Die KSC-Kaderplaner mussten schon einige von ihrer Liste streichen. Da war Offensivallrounder Maximilian Dittgen. Der sagte ab, wechselt von St. Pauli in die dritte Liga zum FC Ingolstadt. Dann, ebenfalls auf der Liste: Fabian Klos und Aaron Seidel. Beide Stoßstürmer haben inzwischen bei ihren Clubs - Darmstadt beziehungsweise Bielefeld - verlängert.

Christoph Kobald (KSC 22) im Zweikampf mit Fabian Klos (Bielefeld 9)
Christoph Kobald (KSC 22) im Zweikampf mit Fabian Klos (Bielefeld 9) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Noch auf der Liste, aber ein großer Wackelkandidat: Simon Makienok. Der Däne ist 2,01 Meter groß, ein Zielspieler, dessen Vertrag bei St. Pauli ausläuft und der vom Kiez-Club kein neues Angebot bekam. Warum?

Und Ganvoula?

Darüber kann nur spekuliert werden. Ob dessen seit Monaten anhaltende Knieprobleme etwas damit zu tun haben? Ob es das ist, was die KSC Kaderplaner mit einer Verpflichtung des 31 Jahre alten Ex-Nationalspielers zögern lässt?

Christoph Kobald vom Karlsruher SC (l) und Bochums Silvère Ganvoula kämpfen um den Ball.
Christoph Kobald vom Karlsruher SC (l) und Bochums Silvère Ganvoula kämpfen um den Ball. | Bild: Guido Kirchner/dpa

Ein weiterer Wackelkandidat: Silvère Ganvoula vom VfL Bochum. KSC-Trainer Christian Eichner bestätigt, dass man sich mit Ganvoula als Hofmann Nachfolger beschäftigt. Ganvoula ist Stoßstürmer, ein Typ - wie Hofmann.

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Der 25-Jährige ist 191 Zentimeter groß, kann im Sturmzentrum Bälle festmachen und ist offensiv mit Kopfbällen torgefährlich. Auch da: Spekulationen. Man munkelt, seine Einstellung sei nicht immer durch und durch professionell. Bleibt nichts als - abwarten.