Nichts Neues bei Daniel Gordon. Der Abwehrspezialist war beim 1:1 des KSC gegen den Aufstiegsaspiranten Schalke 04 wieder einmal: "Der König der Lüfte." Gordon verlor fast kein Kopfballduell.

Gordi überzeugt

Wieder einmal war daher Trainer Christian Eichner voll des Lobes über den mit 37 Jahren ältesten Profi der Liga: "Gordi ist der beste Kopfballspieler der 2. Bundeliga." Zwar gewann Gordon insgesamt nicht die Mehrzahl seiner Zweikämpfe -aber: Die wichtigen Duelle entschied der KSC-Abwehrspieler allesamt für sich.

Daniel Gordon (KSC 3) am Ball
Daniel Gordon (KSC 3) am Ball | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Schon in Minute zwei war er schneller als Konkurrent Marius Bülter. Als es wenig späterden ersten Eckball für die Blau-Weißen gibt, macht sich der Ex-Nationalspieler Jamaikas auf den Weg in den gegnerischen Strafraum. Aber nicht, ohne Kapitän Jerome Gondorf, der den Job im Abwehrzentrum übernahm, Tipps zu geben, wie der sich am besten bei möglichen Kontern zu verhalten habe.

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"Jego" hörte geduldig zu, weil er weiß, welche Erfahrung Gordon hat. Und: Weil sich beide schätzen, respektieren - blendend verstehen. Nach 20 Minuten ist Gordon erneut bei einem KSC Eckball - von Philip Heise hereingegeben - mit in die Offensive gegangen. Die Kugel kommt auch zu ihm, doch sein mutiger Volleyschuss aus rund acht Metern geht rechts am Schalker Gehäuse vorbei.

Bewahrt den KSC vor einem Gegentreffer

Dass er nach knapp einer halben Stunde mit der Fußspitze vor Gästetorjäger Simon Terodde an der Kugel war - bewahrte den KSC vor einem Gegentreffer. Immer redete er, gab permanent Anweisungen. Und: als die Schalker den Druck erhöhten, strahlte Ruhe er aus. Er schaffte es durch clever geführte Zweikämpfe, in denen er schon das eine oder andere Mal ein Foul zog, Zeit von der Uhr zu nehmen.

KSC - Schalke 04 am 26. Februar
Bild: Mia

Mit richtig gutem Stellungspiel verhinderte er, dass er in Sprintduelle verwickelt wurde. Seine auffälligste Aktion in der 79. Minute. Zuerst gewann er abgezockt einen Zweikampf gegen Terodde, dann nahm er die Kugel, lief nach vorne - und zog hinter der Mittellinie ein Foul. Er schaffte es, dass ihn Dominick Drexler so foulte, dass der - völlig berechtigt - die gelbe Karte sah. Das brachte wichtige Zeit.

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Eichner schwärmt von dem Routinier: "Er gehört zur Kategorie: Spieler, die man nachts anrufen kann und sie sind bereit. Er braucht etwas länger, sich warm zu machen - aufgrund seines Alters. Er weiß worauf es ankommt und er ist bereit, alles für diese Mannschaft zu geben. Er hat eine enorme Wertigkeit - auch der Kabine, er hat gegen Terodde und Bülter seinen Mann gestanden."

"Es hat richtig Spaß gemacht"

Das hört sich so an, als würde Gordon wohl ein neuer Vertrag unterbreitet werden. "Gordi" strahlte, als er die Partie gegen S04 analysierte: "Es war ein herausragendes Spiel und hat richtig Spaß gemacht. Wir ärgern uns schon ein wenig über die Punkteteilung. Es war sehr intensiv, beide Teams haben auf Sieg gespielt. Uns hat heute hier und da ein bisschen Glück gefehlt, um den Sieg in Karlsruhe zu behalten. Aber das Remis geht absolut in Ordnung", so der stolze Papa von zwei Kindern.

KSC Trainingslager Estepona
Bild: Mia

"Unser Trend ist in den letzten Wochen absolut positiv", fügte er hinzu und blickte zum Pokalspiel beim HSV: "Wir fahren mit einem sehr guten Gefühl nach Hamburg und versuchen den Flow, in dem wir sind, mitzunehmen. Es geht mit Vorfreude zum HSV. Das Selbstvertrauen ist bei uns da, das haben wir uns erarbeitet."

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Allerdings: Wird Christoph Kobald wieder fit, dann muss Gordon am Mittwoch in Hamburg, beim DFB-Pokalknüller, wohl wieder auf der Bank Platz nehmen müssen. Er wird es akzeptieren, auch wenn er sagt: "Ich will immer spielen."