Nach einem freien Dienstag startete der Karlsruher SC am Mittwochvormittag mit der Vorbereitung auf das Topspiel der Zweiten Liga am Samstagabend bei Hamburger SV. Nach einer Einheit im Kraftraum bat Trainer Christian Eichner seine Truppe auf den Trainingsplatz.

Saisonaus für Gersbeck

Nach einer erneuten Kraft- und Sprinteinheit ging es dann im Spiel zehn gegen zehn plus zwei zur Sache. Gleichzeitig absolvierte Markus Miller mit den Torhütern ein Torwarttraining. Nicht dabei war die etatmäßige Nummer eins, Marius Gersbeck.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35, l.) mit Torwart Markus Kuster (KSC 1).
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35, l.) mit Torwart Markus Kuster (KSC 1). | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Wie der KSC am Mittwoch mitteilt, wird sich der Schlussmann bereits am Donnerstag an seiner lädierten Hand operieren lassen. Für ihn ist damit die Saison beendet. Markus Kuster wird ihn wohl für die restlichen Spiele ersetzten. 

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Während also im Team alles seinen Gang geht, schwebt die Frage über die Zukunft von Torjäger Philipp Hofmann weiter über der Wildpark-Baustelle. Zur Erinnerung: Hofmanns Vertrag läuft mit Ende der Saison aus, er dürfte damit ablösefrei wechseln. Am Montagabend berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)", Hofmann hätte einen Zweijahresvertrag beim VfL Bochum unterschrieben.  Eine Bestätigung der Beteiligten fehlte. 

Diese gibt es wohl auch zwei Tage später noch nicht. Weder beim KSC noch beim VfL Bochum wurde der Abgang offiziell bestätigt. "Es betrifft uns ja nur indirekt, ich selbst kann dazu nichts sagen", meint KSC-Sportchef Oliver Kreuzer während der Trainingseinheit am Mittwoch gegenüber ka-news.de.

Der Ex-Profi weiter: "Phillips Vertrag läuft aus und er kann jederzeit irgendwo unterschreiben. Ich vertraue weiterhin seinen Worten und er hat zu mir gemeint, bevor er unterschreibt, sagt er es mir persönlich. Dieses Gespräch hat es bisher nicht gegeben."

Hofmann: "Es ist nichts entschieden, aber...

Bei der Frage, ob Kreuzer noch Hoffnung hätte, dass Hofmann seinen Vertrag doch noch in Karlsruhe verlängert, ringt der Sportchef mit Worten. "Hoffnung hat man immer, aber ich weiß, dass er gerne in der Bundesliga spielen möchte und wir müssen uns weiterhin mit einem Abgang beschäftigen."

Philipp Hofmann (KSC 33) schießt den Ball.
Philipp Hofmann (KSC 33) schießt den Ball. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Für einen Abschied Hofmanns spricht vor allem sein Wunsch, selbst noch in der Bundesliga zu spielen. Mit 29 Jahren seine eventuell letzte Chance, sich diesen Traum mit Gewissheit zu erfüllen. Mit 50 Treffern in 100 Spielen für den KSC hat er seine Fähigkeiten - zwar in Liga zwei - aber über mehrere Saisons bestätigt. Hofmann selbst meint nach dem Training zu einem Fan: "Entschieden ist noch nichts."

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Die Aussage bestätigt der 195 Zentimeter-Mann auch im Gespräch mit ka-news.de. "Jeder kennt mein Ziel, dass ich in der Bundesliga spielen will, aber bisher ist noch nichts spruchreif. Es wurde mal wieder viel spekuliert und viel geschrieben", so der Torjäger. Fest steht aber: "Ja, ich bin mit Bochum und anderen Vereinen in Kontakt. In den nächsten Wochen wird sich alles klären und dann bestätigt werden."

Hofmann wird den KSC verlassen

Um welche Klubs es sich dabei handelt, wollte Hofmann auf Nachfrage nicht verraten. Nach Informationen von ka-news.de sind auch der Mainz 05 und der FC Augsburg mögliche Ziele für Hofmann.

KSC-Training am 13. April
Bild: Mia

Im Gespräch raubt der Stürmer Oliver Kreuzer und allen KSC dann auch die allerletzte Resthoffnung auf einen Verbleib in der Fächerstadt. "Es ist noch nicht endgültig entschieden, es geht aber in die Richtung, dass ich den Verein verlasse", erklärt der Stürmer. Sollte seine Entscheidung über den neuen Arbeitgeber feststehen, möchte er den KSC als Erstes darüber informieren. 

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Während für den Torjäger also nur noch die Entscheidung zu fällen ist, wo er in der nächsten Saison seine Kickschuhe schnürt, läuft beim KSC bereits die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. "Wir beschäftigen uns natürlich schon sehr lange mit dem Thema, aber es ist sehr schwer, auf dem Markt etwas zu finden", erklärt Kreuzer.

Aaron Seydel als Nachfolger? "Kein uninteressanter Spieler"

Kreuzer suche einen Spieler der Hofmanns Profil entspreche und bestenfalls ablösefrei in den Wildpark kommen könnte. "Wir wollen an unserer Spielweise festhalten und der Spieler sollte auch in unser Gehaltsgefüge passen", meint der Sportchef. Dabei würde Kreuzer einen deutschsprachigen Profi, bevorzugt aus Deutschland favorisieren. "Ein Transfer aus dem Ausland birgt immer ein gewisses Risiko." 

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Fasst man diese Beschreibung zusammen, landen Zweitligakenner ganz schnell bei Aaron Seydel vom SV Darmstadt. Der 26-Jährige ist 1,99 Meter groß, hat Erfahrung in Bundesliga und 2. Bundesliga und wäre im Sommer - wie Hofmann - ablösefrei. "Auf ihn kommt man natürlich schnell und er ist kein uninteressanter Spieler, aber nicht identisch mit Philipp. Er ist schon noch ein etwas anderer Spielertyp", so Kreuzer abschließend.