In St. Pauli, Anfang März 2022, wurde Christoph Kobald zur Halbzeit ausgewechselt. Danach musste der 24 Jahre alte Österreicher dreimal auf der Auswechselbank Platz nehmen. In Paderborn kehrte der Innenverteidiger ins Abwehrzentrum der Badener zurück, stand wieder in der ersten Elf. Das Comeback gelang nicht so richtig gut.

"Kobi" beginnt stark

Kobald war beim 2:2 des KSC in Paderborn an beiden Gegentoren beteiligt. Da der Finne Daniel O’Shaughnessy zuletzt enttäuschte, rückte "Kobi" in die erste Elf. Apropos Startelf: Neben O’Shaugnessy musste auch KSC-Nachkauf Nummer zwei Ricardo van Rhijn (30) auf der Bank Platz nehmen.

Christoph Kobald (KSC 22) am Ball.
Christoph Kobald (KSC 22) am Ball. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Nach den zuletzt gezeigten Leistungen des Duos, eine absolut nachvollziehbare Entscheidung von Cheftrainer Christian Eichner. Schon nach 58 Sekunden hatte "Kobi" den ersten Ballkontakt, konnte per Kopfball klären. Nach zehn Minuten klärte er kompromisslos zur Ecke. Ein grundsolider Auftritt des Abwehrspielers in der Anfangsphase.

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Doch dann schlichen sich Unsicherheiten im Stellungsspiel ein. Man merkte Kobald mit zunehmender Spieldauer an, dass er nicht mit großer Sicherheit, mit viel Selbstvertrauen und großem Selbstverständnis agierte. Das sonst so oft vorhandene Timing in den Zweikämpfen fehlte.

Pröger gewinnt die entscheidenden Duelle gegen Kobald

Nach einer halben Stunde ging Kobald nicht konzentriert genug, einfach zu zögerlich, in ein Duell mit Paderborns Angreifer Kai Pröger. Der nutzte das eiskalt, traf durch Kobalds Beine zum1:0 für den SCP. Pröger schien in dieser Szene für Kobald zu schnell.

Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung.
Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Der flinke Angreifer bereitete auch den Ausgleich von Maximilian Thalhammer in der 84. Minute vor. Kobald war mit seinem Tackling gegen Pröger zu spät gekommen, der passte auf Thalhammer - 2:2. Noch einige Minuten zuvor hatte Kobald seinen Gegenspieler mit einem knallhart, aber fair geführten Zweikampf, abgeräumt.

40 Prozent Zweikampfquote

In Halbzeit zwei, als der KSC in Überzahl war, sicherte Kobald ab, wurde selten in Zweikämpfe verwickelt - verlor allerdings das Duell vor dem Ausgleichstreffer für Paderborn.

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Die Zweikampfquote des Innenverteidigers: 40 Prozent der Duelle gestaltete er siegreich. Für einen Abwehrspieler eher mäßig. Über viele Phasen des Spieles war er aufmerksam und aggressiv. Nur zweimal - eben nicht. Und zweimal kassierte der KSC einen Treffer.