Winterpause in Liga zwei. Die KSC-Profis jetten um die Welt, legen irgendwo wohlverdient die Beine hoch. Und die für den Profibereich Verantwortlichen? Für den KSC-Sportchef und den Kaderplaner ist jetzt Hochsaison. Es liegt einiges an Arbeit vor den Verantwortlichen.

KSC will frühzeitig reagieren

Denn: Es geht jetzt darum den Kader für die kommende Saison zusammenzustellen und nicht erst dann aktiv zu werden, wenn die Konkurrenz schon längst alles in trockenen Tüchern hat. In den vergangenen Jahren war das das eine oder andere Mal der Fall.

Christoph Kobald (KSC 22) am Ball. Sein Vertrag beim KSC läuft im Sommer 2023 aus.
Christoph Kobald (KSC 22) am Ball. Sein Vertrag beim KSC läuft im Sommer 2023 aus. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Ein Sprichwort sagt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze drückte es so aus: "Der reiche Mann hat keine Eile." Soll heißen: Der KSC ist nicht reich, sollte sich daher frühzeitig um Verstärkungen bemühen. Auch, weil mehr als die Hälfte der Verträge der KSC-Profis am Ende der Saison auslaufen.

Massiver Verlust von Innenverteidigern für den KSC?

Einiges ist bei den Vertragssituationen der KSC Profis überraschend. Zum Beispiel: Gleich bei sechs Innenverteidigern endet der Vertrag Mitte 2023. Das betrifft: Stephan Ambrosius (Leihe), Christoph Kobald, Florian Ballas, Felix Irorere, Daniel Gordon und Lazar Mirkovic. Bleiben nur noch Marcel Franke und Daniel O’Shaughnessy - und der Finne will weg.

Daniel O'Shaughnessy (KSC 5) könnte den Wildpark schon bald wieder verlassen.
Daniel O'Shaughnessy (KSC 5) könnte den Wildpark schon bald wieder verlassen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Welche strategischen Überlegungen, welche nachhaltigen Planungen bei den jeweiligen Unterschriften vor ein paar Jahren dahintersteckte? Schwer zu ergründen. Von den drei Linksverteidigern im aktuellen Kader hat nur Philip Heise einen längerfristigen Kontrakt. Die Arbeitspapiere von Kilian Jakob und Luca Boley enden beide gleichzeitig, Mitte 2023.

Automatische Verlängerung im Mittelfeld

Für Jakob stehen die Chancen eher mäßig. Bei Boley heißt es - abwarten. Rechts in der Viererkette spielt oft Sebastian Jung. Auch dessen Vertrag endet im Sommer 2023. Der dürfte, sollte es der Gesundheitszustand des so oft von Verletzungen geplagten Jung zulassen, ein Jahr verlängert werden. Auch Kapitän Jerome Gondorf hat bis Mitte 2023 unterschrieben.

Jerôme Gondorf
Jerôme Gondorf | Bild: Thomas Riedel

Aber: Der Stratege im KSC Mittelfeld hat sich eine Klausel einbauen lassen, die zu einer automatischen Vertragsverlängerung führt sobald "Jego" eine festgelegte Anzahl an Einsätzen erreicht. Da er bisher in 16 von 17 Partien dabei war, ist die automatische Verlängerung wohl sicher. Pechvogel Leon Jensen hat bis 30. Juni 2023 einen KSC-Kontrakt.

Bleibt Schleusener?

Da der 25-Jährige bisher nie so richtig überzeugen konnte, heißt es wohl: Abwarten. Das kann man, denn die Konkurrenten werden beim Pechvogel wohl nicht Schlange stehen. Die Leihspieler Paul Nebel, Mikkel Kaufmann und Ambrosius für die kommende Saison aus gut dotierten Verträgen herauszukaufen, wird wohl nicht machbar sein.

Jubel: Marcel Franke, Lucas Cueto und Fabian Schleusener bejubeln das 3:2 am vierten Spieltag gegen den SV Sandhausen.
Jubel: Marcel Franke, Lucas Cueto und Fabian Schleusener bejubeln das 3:2 am vierten Spieltag gegen den SV Sandhausen. | Bild: Mia

Und dann: Torjäger Fabian Schleusener ist 31 Jahre alt. Der selbstbewusste Stürmer weiß sicher, dass er für andere Clubs interessant ist und dass der nächste Vertrag sein letzter Kontrakt im Profifußball sein könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Und der muss dann - verständlicherweise - ganz bestimmt gut dotiert sein. Spannend, ob die Planungen nachhaltige und strategisch sein werden, und ob die Verantwortlichen in der einen oder anderen Personalie in den kommenden Tagen und Wochen mit einer Vollzugsmeldung an Öffentlichkeit gehen können.