Wie Oberbürgermeister Frank Mentrup bei einem Pressegespräch am Donnerstag mitteilt, wurde am gestrigen Mittwoch der Kaufvertrag für das Grundstück Hauptbahnhof Süd beurkundet. Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hatte zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Entwicklungsfirma SKET, Ralph Dommermuth, den Kaufvertrag vor dem Notar in Montabaur unterschrieben. 

Neues Bürogebäude hinter dem Hauptbahnhof 

Bis 2020 will Dommermuth, Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender des Internetproviders United Internet AG, der unter anderem auch 1&1 angehört, auf rund 22.000 Quadratmetern Fläche bauen. Der Investor plant hinter dem Hauptbahnhof in einem ersten Bauabschnitt den Bau von Büroflächen nebst Tiefgaragenstellplätze für etwa 1.500 Arbeitsplätze zu beiden Seiten des Bahnhofsvorplatzes Süd. 

Das Alte Heizkraftwerk soll in eine Betriebskantine umgebaut werden. Es ist vorgesehen, die Büros an Unternehmen der IT-Branche zu vermieten. In einem weiteren Bauabschnitt ist ein Wohnhochhaus mit rund 8.000 Quadratmeter Fläche vorgesehen.

Stadt muss zeitig Vorbereitungen treffen

Karlsruhes Oberbürgermeister Mentrup zeigt sich erfreut darüber, dass die Tinte unter dem Kaufvertrag nun trocken ist. "Wir haben damit einen großen Schritt getan", erklärt er im Gespräch mit ka-news. Erst die Unterzeichnung der Verträge schaffe für beide Seiten Rechtssicherheit. 

Die Stadt muss nun allerdings die Bebauung zeitnah angehen. Konkret muss das Baufeld vorbereitet werden, es müssen Ersatzflächen für die wegfallenden Parkplätze hinter dem Hauptbahnhof gefunden sowie die Verkehrsführung am östlichen Teil auf Höhe der Schwarzwaldstraße überdacht werden.

Für die Stadt Karlsruhe ist die Realisierung der Bebauung im Hauptbahnhof Süd nach eigener Aussage ein wichtiger und großer Schritt in der Gesamtentwicklung des Areals südlich des Hauptbahnhofs, zu dem auch die Entwicklung des Fernbusterminals gehört und die Nutzungen weiterer städtischer und privater Freiflächen.

Die ganze Historie des "Filetstücks" können Sie bei ka-news nachlesen.