Der Wahlausgang hätte deutlicher nicht sein können: Mit 32,6 Prozent der Stimmen haben Gewinner der Landtagswahl Baden-Württemberg grün gefärbt. Auch in Karlsruhe sieht das Ergebnis nicht anders aus. Mit 39,14 Prozent beziehungsweise 38,64 Prozent der Stimmen haben sich Ute Leidig und Alexander Salomon für die Grünen durchgesetzt.

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In 26 von 27 Stadtteilen der Fächerstadt gehen sie als Sieger hervor - allein in Wolfartsweier rangiert die SPD, repräsentiert von Wahlkreis-Kandidat Anton Huber, mit 30,85 Prozent auf dem ersten Platz. Die meisten Stimmen für die Grünen vereint Alexander Salomon in der Südweststadt auf sich (45,61 Prozent), gleichzeitig der Höchstwert für den Wahlkreis 28.

In Oberreut haben die wenigsten Bürger (grün) gewählt

Für Wahlkreis 27 - also alle östlich der Innenstadt-West gelegenen Stadtteile - ist Ute Leidig in Weiherfeld-Dammerstock auf Rang eins der Stimmenanteile, hier holt sie 43,84 Prozent. Die wenigsten Unterstützer haben die Grünen nach Stadtteil-Analyse in Oberreut: Hier ergattern sie nur 25,17 Prozent der Stimmen.

Landtagswahl: So haben die Stadtteile gewählt
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Der Stadtteil sticht bei den Ergebnissen der Landtagswahl noch durch weitere Punkte hervor: Hier haben die wenigsten Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur 36,22 Prozent haben ihr Kreuz gesetzt. Das genaue Gegenteil stellt Hohenwettersbach dar: Mit 76,01 Prozent sind die Bürger hier am wahleifrigsten - gleich dahinter rangieren die anderen Karlsruher Bergdörfer.

CDU kommt in Stupferich gut an - SPD weniger

In Oberreut sind zudem die meisten AfD-Wähler zuhause: Hier konnte Kandidat Rouven Stolz 19,96 Prozent der Stimmen auf sich vereinen - zum Vergleich: Die Grünen kommen hier "nur" auf 25,17 Prozent, die CDU mit Katrin Schütz als Bewerberin auf 21,98 Prozent - der knappste Abstand zwischen den drei Parteien in Karlsruhe.

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Zwischen der CDU und den Grünen alleine ist es nur noch in Stupferich enger: Mit 36,14 Prozent und 31,79 Prozent liegen zwischen den Grünen und den Christdemokraten gerade einmal 12,04 Prozent. Letztere haben mit Kandidatin Rahsan Dogan hier auch ihr stadtweit bestes Ergebnis eingefahren, am schlechtesten schneiden sie in der Südstadt ab (11,30 Prozent).

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Ist die CDU in Stupferich beliebt, finden die Sozialdemokraten hier umso weniger Rückhalt: 8,50 Prozent der Stimmen zählt SPD-Kandidat Anton Huber in diesem Stadtteil, das schlechteste Ergebnis für die Partei im Stadtteil-Vergleich. Mit nur 1,04 Prozent geht es hier den Linken nicht anders - die meisten Bürger wählen sie in der Südstadt (11,25 Prozent).

Volt landet Überraschungserfolg

Geografisch besonders weit auseinander liegen der Gewinner- und der Verliererstadtteil der FDP: Während sie in Palmbach im Südosten Karlsruhes die meisten Unterstützer haben (10,99 Prozent), sind es in der Nordstadt die wenigsten mit 5,57 Prozent.

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Einen Überraschungserfolg gibt es unter den Kleinparteien: Die noch junge Partei Volt mit ihren Kandidaten Fabian Gaukel und Michael Vogtmann kann sich in vielen Stadtteilen gegen bereits etabliertere Parteien wie Die Partei oder die Freien Wähler behaupten. Das beste Ergebnis gelingt ihr in der Innenstadt-Ost - mit 4,14 Prozent.

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