Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Karlsruhe,

der Jahreswechsel ist eine außergewöhnliche Zeit. Sie eröffnet die Möglichkeit, die vergangenen Monate zu reflektieren und zugleich Vorhaben für die Zukunft zu manifestieren. Während sich die Gedanken oftmals zwischen dem Alten und Neuen bewegen, bietet die Weihnachtszeit wunderbare Gelegenheiten, auch das Jetzt zu genießen.

2021 weiterhin stark von Corona dominiert 

Anders als erhofft, wurde auch das Jahr 2021 weiterhin stark von der Corona-Pandemie dominiert. Mit den Impfungen wuchs Anfang des Jahres die Zuversicht. Der Landkreis leistete mit dem Betrieb der Kreisimpfzentren einen wichtigen Beitrag dazu, schnell und effektiv Angebote für alle Einwohnerinnen und Einwohner zu machen.

Christoph Schnaudigel, Landrat vom Landratsamt Karlsruhe
Christoph Schnaudigel, Landrat vom Landratsamt Karlsruhe | Bild: Thomas Riedel

Über Monate stand sieben Tage die Woche Fachpersonal bereit, um im Minuten-Takt Menschen zu impfen. Wie intensiv der Wunsch nach diesem Schutz war, zeigten die verzweifelten Reaktionen, als der Impfstoff zunächst nicht ausreichte. Mit steigender Impfquote sind auch große Teile im gesellschaftlichen Leben zurückgekehrt. Besonders für diejenigen, die finanziell, aber auch psychisch unter den Einschränkungen zu leiden hatten, war das ein wichtiger Schritt.

Doch die Anstrengungen waren nicht genug. Zu viele Menschen wollten das Impfangebot nicht nutzen und die Impfquote blieb leider weit hinter den Erwartungen. Erst mit der vierten Welle, die uns derzeit mit voller Wucht trifft, stieg die Nachfrage nach Impfungen innerhalb kürzester Zeit wieder – vor allem von jenen, die sich mit einer Drittimpfung schützen wollen. Erneut übernahm der Landkreis Verantwortung und stampfte in kürzester Zeit vier Impfstützpunkte aus dem Boden.

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Zusammen mit weiteren Angeboten in allen Städten und Gemeinden wurde damit das Impfangebot über das der niedergelassenen Ärzte hinaus deutlich erweitert und jeder Einwohnerin und jedem Einwohner eine Impfung in räumlicher und zeitlicher Nähe ermöglicht.

Wenig Verständnis für die, die an der Gefahr durch Corona zweifeln

Über manche Entscheidungen der Politik rund um die Corona-Pandemie lässt sich streiten. In einer freien Gesellschaft ist dies, wie viele Demonstrationen und Diskussionen zeigen, auch möglich. Nur so bleibt die Demokratie stark. Dennoch habe ich nur wenig Verständnis für all diejenigen, die trotz der Erkenntnisse aus den Intensivstationen an der Gefahr durch Corona für das Leben von Menschen zweifeln, ihrer Selbstverantwortung, etwa durch eine Schutzimpfung, nicht nachkommen und gleichermaßen Einschränkungen kritisieren. Die daraus resultierende Belastung tragen andere, wie Ärzte und Pflegende in den Krankenhäusern und all diejenigen, die auf eine dringende Operation warten, die aber nun wegen der überfüllten Intensivstationen nicht durchgeführt werden können.

Landrat Christoph Schnaudigel bei einer Pressekonferenz im Oktober 2020.
Landrat Christoph Schnaudigel bei einer Pressekonferenz im Oktober 2020. | Bild: Verena Müller-Witt

Deshalb möchte ich all denjenigen danken, die nun bereits seit über einem Jahr die Stellung halten und dabei helfen, ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen. Beispielhaft hierfür stehen die Kräfte in den Krankenhäusern, in Arztpraxen und Teststellen, in Pflegeeinrichtungen, Schulen sowie im Rettungsdienst und bei der Polizei. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bürgermeisterämtern und im Landratsamt, insbesondere aus dem Gesundheitsamt, blieben nahezu rund um die Uhr im Einsatz.

Aber auch die Geduld, das Verständnis und die Rücksicht jedes Einzelnen waren gefordert. Nur so haben wir gemeinsam durchgehalten. So beherrschend die Pandemie auch war, haben wir die anderen großen Aufgaben im Landkreis nicht aus den Augen verloren. Unser Ziel ist näher gerückt, den sanierungsbedürftigen Landratsamt-Standort an der Beiertheimer Allee mit einem energiesparenden Gebäude und zugleich städtebaulichem Akzent in Karlsruhe zu ersetzen.

Frohe Festtage und ein glückliches, gesundes neues Jahr

Aus theoretischen Planungen sind erste feste Schritte in Richtung Neubau geworden, die 2022 weitergehen. Klimaschutz spielte nicht nur bei diesem Projekt eine große Rolle. Gemeinsam mit den Kommunen arbeiten wir weiter stetig daran, unseren ökologischen Fußabdruck zu verbessern: Anstatt 2050 wollen wir bereits 2035 CO2-frei Energie gewinnen.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (Landratsamt Karlsruhe) hält seine Rede.1
Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (Landratsamt Karlsruhe) hält seine Rede.1 | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Dass die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises uns unterstützen, zeigte etwa die gute Resonanz auf unsere neue Biotonne. Das Jahr hat verdeutlicht, dass sich Krisen aller Art nur gemeinsam bewältigen lassen.

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Für 2022 hoffe ich, dass sich diese Gemeinschaft wieder in sorgloseren Zeiten widerspiegeln kann. Daher wünsche ich Ihnen und Ihren Familien, dass Sie die Weihnachtszeit bewusst und friedvoll erleben können, frohe Festtage und ein glückliches, gesundes neues Jahr!

Dr. Christoph Schnaudigel
Landrat des Landkreises Karlsruhe

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