Bereits seit dem Jahr 2006 gibt es Planungen, die Stadthalle zu modernisieren. Diese "mündeten zunächst in einer technischen Instandhaltung", wie es in der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt. Die ursprüngliche Planung sah vor, die Modernisierung in zwei Bauphasen durchzuführen: Im ersten Zeitraum sollten im Sommer 2014 die Arbeiten am Foyer beginnen und zu Beginn des Jahres 2015 abgeschlossen sein.

"Schließung der Halle wäre unumgänglich"

Die zweite Bauphase sollte nach der Aufstellung des Haushalts 2015/2016 beginnen. Beide Bauzeiträume sollten in veranstaltungsfreien Phasen in den Sommer- und Wintermonaten realisiert werden. Damit sollte der Veranstaltungsbetrieb in der Halle durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden. Im November 2013 musste diese Planung kurzfristig aufgrund von Brandschutzmängeln auf Eis gelegt werden.

Im Anschluss wurden die Planungen jedoch wieder aufgenommen: "Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Durchführung dieser umfänglichen Maßnahmen nicht in veranstaltungsfreien Zeitfenstern möglich ist und eine längere Schließung der Stadthalle unumgänglich sein würde", heißt es in der Beschlussvorlage. Allein die Bauzeit der ersten Phase musste von ursprünglich anberaumten zehn auf 18 Monate korrigiert werden, erklärt die Verwaltung.

"Nur das zweite Szenario macht Sinn"

Deshalb beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen im März, die Vorteile einer Zusammenlegung der beiden Bauphasen zu prüfen. Ziel war es, die nötigen Schließzeiten der Stadthalle so gering wie möglich zu halten und der Betreiberin, der Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH, die nötige Planungssicherheit zu geben.

Die Verwaltung hat nun vier Szenarien aufgestellt und beurteilt: das erste sieht vor, die Modernisierung wie ursprünglich geplant in zwei getrennten Bauphasen durchzuführen. Nach dem zweiten Szenario würde die Modernisierung "am Stück" erfolgen. Die dritte Möglichkeit sieht die Verwaltung darin, auf die Sanierung zu verzichten. Das vierte Szenario wäre ein kompletter Neubau der Halle.

Die Behörde empfiehlt dem Stadtparlament, sich für die zweite Variante zu entscheiden: "Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass aus Sicht der KMK lediglich das zweite Szenario sinnvoll erscheint", heißt es in der Beschlussvorlage. Dieses Szenario würde rund 50 Millionen Euro kosten. Der Gemeinderat stimmt bei seiner Sitzung am Dienstag, 30. Juni darüber ab, ob die Modernisierung auf diese Weise vollzogen und das Geld zur Verfügung gestellt wird.

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