"Zuchtverbände, die Hunde und Katzen nach Form und Farbe 'zusammenbauen', nehmen billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind", so Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner in der Mitteilung der Organisation.
"Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen"
Unverständlich sei es laut Moll auch, dass es bisher keine gesetzliche Regelung für die Ausstellung von Katzen und Kleintieren gäbe, obwohl die Zurschaustellung von Qualzucht-Hunden seit dem 1. Januar 2022 verboten sei. Hier müsse die neue Bundesregierung dringend nachbessern.

"Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen. Weil das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, leiden zahlreiche sogenannte Rassetiere mitunter lebenslang an gesundheitlichen Problemen. So ist beispielsweise die Sphynx-Katze, auch Nacktkatze genannt, durch ihre fehlenden Tasthaare nicht in der Lage, sich ausreichend zu orientieren oder mit Artgenossen zu kommunizieren" schreibt die PETA.

Weitere Leidtragende sein Perserkatzen, die durch ihre flache Nase und ihre extreme Kurzköpfigkeit oftmals an schweren Atembeschwerden und Problemen mit dem Tränennasenkanal leiden. Schäferhunde erkranken oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule.

Die PETA appelliert daher an alle Menschen, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken. Außerdem fordert die Tierrechtsorganisation den Veranstalter, die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, auf, künftig keine Tierschauen oder Prämierungen mehr zuzulassen.