Wie stehen Sie zu aktuellen Großprojekten im Land (S21, Zweite Rheinbrücke, Kombilösung)?

"In der SPD Baden-Württemberg war das Projekt Stuttgart 21 umstritten. Wir haben mit der Volksabstimmung auf SPD-Initiative einen richtigen Weg mit einem klaren Ergebnis beschritten. Von daher akzeptiere ich den Bau dieses Bahninfrastrukturprojektes.

Wir warten gespannt auf den Planfeststellungsbeschluss bezüglich einer Zweiten Rheinbrücke durch Regierungspräsidium Karlsruhe. Die SPD hat sich in der Vergangenheit für eine Alternativlösung in Form einer Ersatzbrücke stark gemacht. In jedem Fall kann es keine Zweite Rheinbrücke, sofern sie eines Tages Realität wird, geben ohne Anbindung an die B36. Die Gefahr einer solchen asynchronen Planung sehe ich aktuell als sehr groß an. Warten wir den Beschluss ab.

Es gab durch die Untersuchung des Bundesrechnungshofes über längere Zeit Unsicherheiten bezüglich der Realisierbarkeit der zweiten Etappe der Kombilösung. Ich freue mich sehr, dass es Oberbürgermeister Frank Mentrup und den Karlsruher Verhandlern gelungen ist, das Bundesverkehrsministerium von diesem für die weitere Stadtentwicklung sehr sinnvollen Projekt zu überzeugen. Gleichzeitig hat der OB die versprochene volle Kostentransparenz bei der Kombilösung hergestellt."

Wo sollte in Karlsruhe noch mehr in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden?

"Karlsruhe muss in den kommenden Jahren weiterhin den eingeschlagenen Kurs in der Verkehrsentwicklungsplanung fortsetzen. Das bedeutet für mich, den Verkehrsträger-Mix noch umweltschonender zu gestalten und damit zur Lebensqualität beizutragen."

 
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