Der Autofahrer in Karlsruhe kennt und fürchtet sie: Die runde Kreuzung im Osten Karlsruhes, welche alle Verkehrsteilnehmer mal mehr, mal weniger harmonisch zusammenführt. Gemeinhin wird sie als "Oststadtkreisel" bezeichnet.
Auto, Radfahrer, Fußgänger und Bahn: Sie alle passieren das teils vierspurige Verkehrselement, welches es 2017 bereits in die Satiresendung "extra 3" schaffte.
Das Perfide am Konstrukt: Es sieht aus wie ein Kreisverkehr, es fühlt sich an wie ein Kreisverkehr - ist aber offiziell eine Kreuzung.

Denn innerhalb des Kreisels muss man je nach Fahrspur anderen Autos - oder der Straßenbahn - Vorfahrt gewähren. Bereits beim Einfahren in die Kreuzung gilt es, die richtige Fahrspur zu wählen, um an die richtige Ausfahrt zu gelangen.
Ein Punkt, den die Stadt Karlsruhe an einer Kreuzungszufahrt im neuen Verkehrsversuch verbessern will: Ab Montag, 17. März, ist die Durchfahrt von der Wolfartsweierer Straße in Richtung Hauptbahnhof/Stuttgarter Straße nicht mehr möglich.

Der Verkehr in der Wolfartsweierer Straße wird auf einer statt bisher zwei Spuren abgewickelt. Die Änderungen werden seit Montagmorgen umgesetzt.

Der Verkehrsversuch mit den neuen Fahrspuren soll laut Stadt Karlsruhe mehrere Monate dauern.
Autofahrer müssen...
- ... entweder der B10/Ludwig-Erhard-Allee bis zur nächsten Ampel folgen, und dann einen U-Turn machen, um sich erneut in Richtung Kreisel und dann in die Stuttgarter Straße zu begeben.
- Vorzugsweise sollen Autofahrer Alternativrouten über Ostring oder Kappellenstraße nehmen
Das Ziel der Maßnahmen: Weniger Unfälle im Kreisel.

Poller, Schilder oder gleich einen Kreisel?
Der städtische Vorschlag stößt bei der ka-news-Community nicht auf viel Gegenliebe: "Verzweifelt weiteres Verschlimmbessern" oder "von Anfang an verpfuscht" lauten die Kommentare zum Verkehrsversuch. Viele finden den Ansatz zu kurz gedacht und fordern "endlich einen Komplettumbau" der Kreuzung.

Ein Kommentator wünscht sich Poller oder hohe Bordsteine zur Fahrstreifenabgrenzung - um die neuen Fahrspuren erfolgreich umzusetzen.

Andere sehen das Problem generell bei unachtsamen Autofahrern: Bestehende Fahrspuren befolgen und umsichtig im Kreisel fahren wäre zielführender. Auch eine bessere Beschilderung - zum Beispiel durch eine weitere Schilderbrücke - könnte helfen, so der Vorschlag eines Lesers.
Karlsruhes nervigste Kreuzung?
Was ist Ihre Meinung? Handelt es sich beim "Oststadtkreisel" um die nervigste Kreuzung in Karlsruhe? Welche Kreuzung in Karlsruhe nervt Sie am meisten (als Radfahrer, Bahnfahrer, Fußgänger oder Autofahrer) und wieso? Schreiben Sie uns:
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