In Baden-Württemberg gelten seit Freitag verschärfte Regeln für die Bürger: Alle Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen und Gruppen sind nicht mehr erlaubt.

Es dürfen sich nicht mehr als drei Personen zusammen auf öffentlichen Plätzen versammeln. Davon ausgenommen sind Familien, Eltern mit ihren Kindern, und Paare. Für die Einhaltung dieser Maßnahmen sollen Sanktionen sorgen.

OB Frank Mentrup: "Nehmen Sie das Ernst!"

In Karlsruhe äußerte sich am Abend das Stadtoberhaupt zur aktuellen Lage - ruhig, aber bestimmt im Ton: "Nehmen Sie das Ernst und befolgen Sie die Anweisungen der Landesregierung!"

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Hinter Karlsruhe liege eine anstrengende Corona-Woche, so Mentrup, man habe die Erfahrung gemacht, "dass es immer noch nicht gelingt, die Infektionskurve ausreichend auszubremsen". Es bleibt wichtig, Abstand zu einander zu halten, um Infektionen zu vermeiden.

"Das Problem ist nicht, wenn einzelne Personen draußen unterwegs sind"

Alleine auf einer Parkbank sitzen, in der Sonne ein Buch lesen oder Spazieren zu gehen, bleibt weiterhin erlaubt. "Das Problem ist nicht, wenn einzelne Personen draußen unterwegs sind", so Mentrup, "sondern, wenn sich größere Menschengruppen bilden."

Günther-Klotz-Anlage
Bild: Marlene Witke

Am Sonntag werden Bund und Länder über eine bundesweite Ausgehbeschränkung entscheiden. Diese würde am Montag in Kraft treten. Mentrup warnt hinsichtlich dieser Maßnahme vor sogenannten Hamsterkäufen am kommenden Wochenende: Einkaufen soll auch trotz Ausgangssperre weiterhin möglich sein.

Einkaufen soll auch trotz Ausgangssperre möglich sein

"In allen europäischen Ländern, in denen es eine Ausgangssperre gibt, ist es noch möglich, einkaufen zu gehen", so Mentrup, "es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass man sich irgendwelche Vorräte für Wochen anlegen sollte."

Es wäre "fatal" und "im hohen Maße unsolidarisch", wenn Hamsterkäufe dazu führen würden, dass am Wochenende mehrere Supermärkte abgefahren werden müssten, um eine bestimmte Ware zu erhalten. 

"Helfen Sie mit, einen Rest an öffentlichem Leben zu ermöglichen"

Es kommt jetzt auch auf die Karlsruher Bürger an: "Bleiben Sie nur in Kleinstgruppen draußen, suchen sie keine Plätze auf, bei denen es zu Menschenansammlungen kommen könnte und helfen Sie dabei mit, zum einen das Virus nicht zu übertragen, zum anderen auch ein Rest an öffentlichen Leben im Straßenraum zu ermöglichen."

Warum? "Weil wir das alle ganz dringend brauchen, sonst fallen uns irgendwann alle möglichen Decken auf den Kopf!"

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