Ein zentrales Thema am Montagabend: der richtige Bodenbelag für Kaiserstraße. Hier gebe es, so der Bürgermeister, eine Reihe von Dingen zu bedenken, denn der künftige Boden der Kaiserstraße müsse eine Bedingungen erfüllen. "Momentan fahren Lkws auf der Kaiserstraße noch über die Schienen", schildert Obert bei seinem Vortrag am Montagabend.

Der Belag, der künftig in der Kaiserstraße liegen soll, dürfte nicht zu schwer sein und müsse auch einen Alterungsprozess durchstehen. "Das soll ja auch noch in ein paar Jahren gut aussehen", meint Obert. Man habe daher verschiedene Beläge getestet - mit einem ernüchternden Ergebnis: "Keiner der vorgeschlagenen Beläge wird es werden." Anregungen habe man sich daher bei einem Besuch der Städte Erfurt und Böblingen geholt. "Welcher Belag es wird, ist noch nicht entschieden", erklärt Obert.

Bürgermeister verteidigt Baumkonzept

Doch nicht nur der richtige Belag, sondern auch das Baumkonzept soll die Kaiserstraße einladender für Fußgänger machen. Im Dezember hatte der Planungsausschuss des Karlsruher Gemeinderats ein neues Baumkonzept befürwortet. "Die vorhandenen Platanen-Standorte lassen sich nur schwer in das neue Niveau der Fußgängerzone einpassen", hatte die Stadt damals mitgeteilt.

Vortrag Obert zur Kombilösung

Von den ursprünglich 64 Platanen in der Kaiserstraße hatten 16 Exemplare gefällt werden müssen. "Platanen waren damals die falsche Entscheidung", meint Obert. Zwar würden Bäume gefällt, gleichzeitig aber mehr gepflanzt, sodass künftig 86 Bäume die Kaiserstraße beschatten sollen. Die Entscheidung, welche Baumart das Rennen macht, steht noch aus. Vom neuen Baumkonzept ist der Bürgermeister überzeugt: "Es wird nach der Fertigstellung mehr Bäume geben als vorher."

"Wir liegen noch voll im Zeitplan"

Viel steckt noch in der Planung, so manche Punkte sind noch nicht geklärt. Aber wie sieht der Zeitplan für Kaiserstraße, Marktplatz und Co. aus? "Wir werden den Marktplatz, da dieser nicht mehr mit Gleisen belegt ist, als Erstes anpacken können", meint Obert. Daher müsste man in den Doppelhaushalt 2017/2018 hier bereits Geld einstellen.

Und in der Kaiserstraße? Hier müsse man warten, bis die Schienen entfernt seien. Aus finanziellen und bautechnischen Gründe müsste dieser Vorgang in Abschnitten erfolgen, eine genaue Reihenfolge stehe noch nicht fest. "Im Augenblick hat sich an den Endzielen allerdings nicht verschoben - auch nicht durch Giulia", betont er, "noch ist alles in Ordnung, wir sind noch im Zeitplan."

 
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