Auch Raphael Gluba, einer der ersten der die Raketen-Rutschen ausprobierte, war begeistert. "Voll der Kick. Es zieht einem richtig den Boden unter den Füßen weg. Das ist irgendwie ein gutes, aber auch ein erschreckendes Gefühl", so der 14-Jährige nach seiner ersten Rutschpartie.

Rutschgäste können sich selbst abschießen

"Ich freue mich seit Tagen wie ein kleines Kind", sagte der Karlsruher Bäderchef Oliver Sternagel bei der Eröffnung der Rutsche. Aquarocket sei eine Weltneuheit. "Es ist die weltweit erste Raketen-Rutsche, für deren Bedienung kein Sicherheitspersonal notwendig ist", so der stolze Bäderchef. Denn die Rutschgäste können sich selbst abschießen.

Der Badegast steigt in die Kapsel, schließt die Tür und kann dann den Countdown auslösen. Laut Europabad beginnen dann "die längsten zehn Sekunden Deines Lebens." Spiel mir das Lied vom Tod ertönt, Countdown, 3 - 2 - 1 und zack - die Falltür öffnet sich und der Badegast fällt im feien Fall 14 Meter in die Tiefe. Nur wenige Sekunden später schießt der Rutscher mit Karacho aus dem Rutschentunnel ins Auffangbecken.

400.000 Euro für den Adrenalin-Kick

Die Rutsche wurde ein Jahr lang geplant und in sechs Wochen gebaut. Die neue Attraktion kostete insgesamt 400.000 Euro. "Wenn man in Bäder nicht investiert und sie dadurch attraktiver macht, darf man sich nicht wundern, wenn keine Gäste mehr kommen", so Sportbürgermeister Martin Lenz bei der Eröffnung. Die Investition in Bäder sei auch eine Investition in sinnvolle Freizeigestaltung für Jugendliche, in Gesundheitsprävention und eben in Spaß für die Bürger. Die Karlsruher Bädergesellschaft erwartet durch die neue Rutsche mehr überregionale Aufmerksamkeit sowie ein Besucher- und Umsatzplus von fünf Prozent.Im Jahr 2011 besuchten 440.000 Menschen das Europabad.

Eine weitere Großinvestition findet momentan im Außenbereich Sauna statt. Hier werden 1,6 Millionen Euro in ein Saunadorf investiert, das Ende dieses Jahres fertig sein soll. In den nächsten zwei Jahren soll noch eine weitere Abenteuer-Rutsche mit dem Namen "Black hole" hinzukommen.Erst im September 2011 hatte der Karlsruher Gemeinderat das Bäderkonzept 2010 verabschiedet.

Das Rutschen in der Aquarocket ist ab 12 Jahren erlaubt. Sensoren überwachen den gesamten Rutschvorgang. Zusätzlich ist eine Videoüberwachung des Starts und der Landung installiert. Der Bademeister kann mit dem Rutschgast per Mikrofon und Lautsprecher kommunizieren und notfalls eingreifen.

Weitere Infos unter: www.ka-europabad.de

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