Ende Februar 2018 wurde bekannt, dass für das Gewerk Lüftungs- und Klimatechnik umfangreiche Umplanungen erforderlich sind. "Dagegen befinden sich alle übrigen wesentlichen Modernisierungsmaßnahmen – Modernisierung der Foyers mit neuem Digitalen Leitsystem, Modernisierung der Säle, neue Lichtplanung als maßgebliches gestalterisches Konzept, Erfüllung der Brandschutzanforderungen – im Plankorridor", heißt es nun von der Stadtverwaltung in einer Pressemeldung.

Probleme gibt es aber nicht nur mit der Lüftung: Hier war vorgesehen gewesen, dass nur Teile ausgetauscht werden - diese Pläne müssen nun aber überarbeitet werden. "Darüber hinaus war die Schadstoffbelastung deutlich höher als ursprünglich feststellbar. Mit Hochdruck arbeiten seitdem alle Akteure in enger Abstimmung mit den ausführenden Firmen an Lösungen", so die Stadt weiter. Konkret müssen zusätzliche Rückbauten der Wand - und Deckenverkleidungen, der Schächte und der Bestandsinstallationen sowie umfangreiche Neuinstallationen stattfinden.

Auswirkungen auf die Kosten erst im Spätsommer absehbar

Hinzu komme, dass das Ausmaß der Schadstoffbelastung erst nach Schließung der Halle im Juli 2017 habe verifiziert werden können. Erst dann konnten umfängliche Bauteilöffnungen vorgenommen und Baustoffe untersucht werden. Die Demontage der schadstoffhaltigen Baustoffe habe auf Grund des enormen Umfangs und der Installationsdichte eine aufwendige Schadstoffentsorgung zur Folge gehabt.

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Auch das Tragwerk des Bestandsgebäudes sei so ausgelastet, dass im Zuge des Rückbaus entdeckte Defizite an der Bausubstanz – wie beispielsweise freiliegende Bewehrungen in den Foyers im Untergeschoss – weitere Umplanungen in den Technikgewerken erforderlich machten.

Eigentlich wollte die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz das gemeinderätliche Begleitgremium in der vergangenen Woche über die Auswirkungen auf den Kosten- und Zeitplan informieren - diese Auskunft sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Zuvor seien noch Abstimmungen und Prüfungen mit den Beteiligten notwendig. Fest steht aber bereits, dass der Terminplan "optimiert werden muss", so die Stadt. Welche Auswirkungen das auf die Kosten hat, könne erst nach der Sommerpause des Gemeinderates gesagt werden.

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