Albert Käuflein, der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, erläutert den Antrag seiner Fraktion in einer Pressemitteilung: "Bei der Majolika werden nicht alle Flächen intensiv genutzt. Dort könnten vorübergehend Ateliers eingerichtet und zumindest zeitweise genutzt werden."

"Wenn in der Majolika tatsächlich Ateliers eingerichtet und zu einem angemessenen Entgelt überlassen werden, kann dies eine Zwischenlösung für einzelne, von der Räumung betroffene Künstler sein. Die von uns beantragte Prüfung wird zeigen, ob unsere Idee möglich ist und mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden kann", so der Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch.

Den Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion für die Gemeinderatssitzung gibt es hier

ka-news Hintergrund:

Seit 1993 befinden sich die Ateliers auf dem Gelände hinter dem Hauptbahnhof. Der Umzug der Kreativschaffenden auf das alte Bahnhofsgelände vor 22 Jahren war ursprünglich eine Übergangslösung. Sie hatten ihre Ateliers auf dem Gelände des heutigen ZKM, welche sie für die Entstehung des Zentrum für Kunst- und Medientechnologie aufgeben mussten. Nun sollen sie wieder umziehen - das steht bereits seit September 2002 fest. Damals kündigte ihnen die Stadt Karlsruhe das Mietverhältnis.

Seitdem herrscht eine "schwebende Räumungsvereinbarung", das heißt die Künstler dürfen so lange bleiben, bis entweder ein Grundstückskäufer vorliegt oder der Gemeinderat beziehungsweise Hauptausschuss die Räumung beschließt. So geschehen am 24. Mai diesen Jahres. Grund sind Neubau-Pläne rund um das Bahnhofareal. Wie es mit der Künstlerkolonie weitergehen wird, ist noch ungewiss. Im Mai machten sich die Fraktionen ein Bild vor Ort. Über ihre Zukunft auf dem Gelände wird vermutlich der Gemeinderat entscheiden.

 

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