Antrag Nummer 61: Die Karlsruher Grünen fordern die geplanten Zuschüsse für das Badische Staatsheater zu kürzen - speziell die Kostensteigerung bei den Händelfestspielen. Ute Leidig, Stadträtin von den Grünen: "Das Badische Staatstheater ist auf einem guten Weg. Wir schätzen es und wir unterstützen es, aber nicht zu jedem Preis." Daher schlagen die Grünen vor, die geplante Kostensteigerung für die Händelfestspiele um 100.000 Euro (für 2013 und 2014) zu kürzen.
Denn nicht alles was gut sei, müsse noch besser werden, so Leidig. Die Grünen weisen darauf hin, dass bei den Händelfestspielen in den vergangenen fünf Jahren eine Kostensteigerung von 41 Prozent stattgefunden habe. "Aber müssen die Festspiele zeitlich ausgeweitet werden? Ganz nach dem Motto: noch besser, höher und schöner?", stellt die Grünen-Stadträtin infrage.
"Händelfestspiele sind internationales Aushängeschild"
KAL-Stadtrat Eberhard Fischer dazu: "Es geht nicht um die Qualität des Staatstheaters. Es geht ausschließlich ums Geld." Das Badische Staatstehater bekomme mehr als alle anderen Kultureinrichtungen zusammen, bemerkte er. Zudem forderte die KAL mehr Transparenz, was die Zuschüsse für das Badische Staatstheater anbelange.
Albert Käuflein von der CDU: "Qualität hängt nicht nur - aber auch - vom Geld ab. Die Händelfestspiele sind unbestritten ein internationales Aushängeschild." Die Besucherzahlen hätten sich in den vergangenen Jahren fast verdoppelt, der Zuschuss sei das letzte Mal im Jahr 2006 erhöht worden. "Wer hier kürzen will, riskiert die Qualität", so der CDU-Stadtrat.
Elke Ernemann von der SPD pflichtet bei: "Qualität kostet Geld". Ihre Fraktion trage die Kürzungen auch nicht mit: "Keine Kürzung bei den Händelfestspielen." Ähnlich sieht es Rita Fromm von der FDP: "Die Händelfestspiele sind etwas Besonderes und steigern die Strahlkraft der Stadt."
Die Stadträte haben den Grünen-Antrag nach der Debatte mit einer klaren Mehrheit abgelehnt. Das Badische Staatstheater bekommt damit im Jahr 2013 21,3 Millionen und 2014 rund 21,5 Millionen Euro - etwa 1,4 Millionen Euro jährlich mehr als bisher.
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