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Karlsruhe: ka-Reporterin besorgt: "Wurde an der alten Citypark-Tennishalle Asbest verbaut?"

Karlsruhe

ka-Reporterin besorgt: "Wurde an der alten Citypark-Tennishalle Asbest verbaut?"

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    Der 1. Vorsitzende des Tennisclubs, Stefan Erlenbach, prüft das Baumaterial an der Halle.
    Der 1. Vorsitzende des Tennisclubs, Stefan Erlenbach, prüft das Baumaterial an der Halle. Foto: Sophia Wagner

    An der ehemaligen Halle des Tennisclubs Grün-Weiß Karlsruhe, welcher zum ESG Frankonia gehört, hängt eine großflächige Wellblechverkleidung. Sie ist bereits marode und teilweise zerbrochen, sodass einige seltsame Fasern innerhalb des Baumaterials erkennbar sind. 

    Seltsame Fasern am Bau

    Nach Einschätzung der ka-news.de-Leserin, die anonym bleiben möchte, könnten die sichtbaren Fasern möglicherweise aus Asbest bestehen. Ein sehr gesundheitsschädliches Material, das zwischen 1950 und 1990 häufig verbaut wurde

    Eben jene Fasern würden Vögel herauspicken, um sich Nester zu bauen, beklagt die Leserin. Doch nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen in der Umgebung wäre dies eine große Belastung, befürchtet sie.

    An der Verkleidung sind Asbestspuren sichtbar.
    An der Verkleidung sind Asbestspuren sichtbar.

    "Wird nur noch als Lagerraum genutzt"

    Doch ist die Beunruhigung der Leserin berechtigt? Auf dem Vereinsgelände trifft ka-news.de auf den 1. Vorsitzenden des Tennisclubs, Stefan Erlenbach, sowie auf Schriftführer Christian Keitel.

    Christian Keitel und Stefan Erlenbach vom  Tennisclub Grün-Weiß Karlsruhe.
    Christian Keitel und Stefan Erlenbach vom Tennisclub Grün-Weiß Karlsruhe. Foto: Sophia Wagner

    "Die alte Tennishalle ist seit drei Jahren nicht mehr in Betrieb und wird nur noch als Lagerraum genutzt", so Erlenbach. Im Sommer schlagen die Spieler ihre Bälle auf den Freiflächen, für die Wintersaison wird stattdessen eine Traglufthalle aufgebaut.

    Das Gelände des Tennisclubs in der Stuttgarter Straße.
    Das Gelände des Tennisclubs in der Stuttgarter Straße. Foto: Sophia Wagner

    Dass die Außenfassade mit Asbest belastet ist, bezweifelt der Vereinsvorsitzende - das Wellblech sei lediglich verwittert, der Abriss der Halle steht im Rahmen der laufenden Großbaustelle Stuttgarter Straße bereits bevor. Zudem sei das Gelände gepachtet und im städtischen Besitz. "Wenn hier ein Grund zur Beunruhigung bestünde, hätte die Stadt bereits Maßnahmen ergriffen", fügt Keitel hinzu.

    Stadt gibt Entwarnung

    Auf Anfrage der Redaktion gibt erfolgt schließlich die endgültige Entwarnung: In einer Antwort des Umwelt- und Arbeitsschutz heißt es, die bauliche Situation sei der Behörde bekannt. Gefährlich sei sie jedoch nicht. 

    "Die Fassadenverkleidung der alten Tennishalle beinhaltet keinen Asbest. Der obere Teil besteht aus glasfaserverstärkten Polyesterharzplatten. Diese sind zwar stark verwittert, aber es besteht keine Gefährdung Dritter. Der untere Teil besteht aus verzinktem Trapezblech."

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