1.500 Menschen waren am Dienstagabend zur Mahnwache gegen den Terror gekommen. Auf dem Platz der Grundrechte setzten sie gemeinsam ein bewegendes Zeichen gegen den Terror, für mehr Frieden und Toleranz.

Doch es gibt auch andere Stimmen in Deutschland. In Dresden macht Pegida mit antiislamischer Propaganda von sich reden - und hat in etlichen anderen Städten bereits Nachahmer gefunden.Auch in Karlsruhe formiert sich ein Ableger: Kargida hat bei Facebook bereits über 1.960 Likes. Die Organisatoren planen für Ende Januar eine Demo. Eine Gegen-Veranstaltung wurde für den 26. Januar angekündigt.

Kargida - das sind sicher nicht nur Rassisten und Nazis. Die Pegida-Bewegung ist auch ein Auffangbecken für Politikverdrossene, Unzufriedene. Hier treffen sich Bürger, die von der Politik die Schnauze voll haben. Den Veranstaltern der Pegida-Demos gelingt es, mit ihrer rechtspopulistischen Propaganda und dumpfer Hetze die - vielleicht unbegründeten - Ängste dieser Menschen zu schüren. Sie treffen mit ihren Slogans auf Zustimmung.

Es ist normal, dass Menschen Vorurteile und Ängste haben. Und diese dürfen sie auch frei äußern. Allerdings dürfen ihre Aussagen und Handlungen nicht zur Ausgrenzung und Diskriminierung führen oder gar in Hass umschlagen! Die Politik und Gesellschaft muss die Sorgen dieser Menschen ernst nehmen und sie mitnehmen.

Egal ob Flüchtlingsunterkünfte, Moscheebau oder Kargida. Wir müssen diese Diskussionen führen - offen und ehrlich. Auch kritische Stimmen müssen gehört werden. Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut und verdammt wichtig für eine Demokratie. Auch wir fühlen uns als lokales Medium dem Recht auf freie Meinungsäußerung verpflichtet. Wir finden es wichtig, dass über diese und andere Themen offen diskutiert wird und geben bewusst unsere Lesern die Möglichkeit, Artikel zu kommentieren und in Echtzeit ihre Meinung zu äußern.

Doch das Recht auf freie Meinungsäußerung besteht nicht uneingeschränkt! Gerade im Netz versuchen immer wieder Personen mit übler Hetze, Ausländer oder Muslime zu diffamieren. Das Internet ist kein straffreier Raum, wie viele vielleicht denken. Wer zum Beispiel Flüchtlinge pauschal als Straftäter bezeichnet, dem droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren!

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