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Kolpingplatz-Kiosk verkauft kein Lachgas mehr

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Kolpingplatz-Kiosk verkauft kein Lachgas mehr

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    Lachgas-Kartuschen und Luftballons in einem Park (Symbolbild)
    Lachgas-Kartuschen und Luftballons in einem Park (Symbolbild) Foto: Teresa Dapp/dpa

    Aktualisierung, 3. Februar 2025: Keine Kartuschen, kein Taxi

    Der Besitzer des Kolpingplatz-Kiosk hat nun einige Monate später via Instagram bekannt gegeben, dass er keine Lachgas-Kartuschen mehr anbieten wird. "Immer mehr Minderjährige nehmen das, ich möchte mit Lachgas nichts mehr zu tun haben", sagt Anas. Das Lachgas-Taxi soll es demnach auch nicht mehr geben.

    12. September 2024: Lachgas-Taxi sollte Gruppenbildung reduzieren

    Der Kiosk am Kolpingplatz überraschte mit einem sonderbaren Post auf Instagram. Seit Dienstag können sich Konsumenten in Karlsruhe das Lachgas per Anruf nach Hause bestellen.

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    Foto: Screenshot@Instagram

    Die Kosten für eine Flasche fangen bei 30 Euro an, dazu gibt es Ballons. Geliefert wird der Stoff für eine Gebühr von zehn Euro - direkt vor die Haustür.

    Lachgas-Lieferung für Karlsruhe – direkt vor die Tür

    Trotz der hohen Lieferkosten würde der Inhaber angeblich nichts an dem Service verdienen. Das Lachtaxi habe einen anderen Zweck. "Ich habe damit die Intention, die Gruppenbildungen am Kolpingplatz reduzieren", teilt Kiosk und Späti-Besitzer Anas auf Nachfrage der Redaktion am Mittwochvormittag mit.

    Reste der vermutlichen Lachgasparty in Stupferich
    Reste der vermutlichen Lachgasparty in Stupferich Foto: Fabian Geier / EinsatzReport24

    Er selbst habe schon beobachtet, dass an dem Platz Lachgas konsumiert wird. Er verkaufe jedoch nur an Personen ab dem 18. Lebensjahr.

    Verkauf nur an Volljährige – Ausweiskontrolle vor Ort

    Das soll beim Lachtaxi nicht anders sein. "Wir fahren mit der Ware hin und kontrollieren an der Haustür die Ausweise", betont der Inhaber.

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    Foto: Bürgerverein der Südweststadt e.V.

    Bedenken, dass diese Art der "Prävention" nach hinten losgehen könnte, hat der Kiosk-Besitzer nicht. "Ich würde das direkt stoppen, sobald ich merke, dass es einen negativen Effekt hat", so Anas weiter. 

    Polizei kennt die Idee, kann aber nicht einschreiten

    Der Karlsruher Polizei ist die neue Idee des Inhabers bekannt. Ein Bürger hat über die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg  auf den Instagram-Post des Kiosk aufmerksam gemacht. Das zuständige Polizeirevier sei informiert. Gegen die Werbung vorgehen können sie allerdings nicht.

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    Foto: Dominik Khilji

    "Da Lachgas, sofern es sich nicht um medizinisches Lachgas handelt, weder unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) noch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) fällt und im Einzelhandel frei verkäuflich", heißt es am Mittwoch auf ka-news.de-Anfrage.

    Lachgas bleibt legal im Handel – Polizei sensibilisiert

    2024 sorgten mehrere Fälle von Lachgas-Einsätzen für Aufsehen: im April sollen Jugendliche eine Lachgas-Party in Stupferich gefeiert haben, zuvor wurde eine Seniorin von einer herabfallenden Lachgaskartusche tödlich verletzt.

    Generell sei die Polizei beim Thema Lachgas sensibilisiert und versucht in Gesprächen, über die Risiken und Gefahren des Lachgaskonsums in Gesprächen zu informieren. 

    Gefährliches Lachgas - wichtige Hinweise

    Lachgas kann Langzeitschäden im Nervensystem, Bewusstlosigkeit oder sogar im schlimmsten Fall zum Tod führen.

    Weitere Infos über die Nebenwirkungen und wie Jugendliche geschützt werden können, findet ihr hier: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/lachgas/

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