Seit September 2019 gehören E-Scooter zum Karlsruher Stadtbild. Nachdem mit Voi der erste Anbieter in der Fächerstadt an den Start ging, sind mittlerweile viele verschiedene Anbieter vertreten. Die Vorteile der kleinen Elektroflitzer liegen auf der Hand. Schnelle, spontane und umweltfreundliche Fortbewegung für kleines Geld. Eine gute Alternative für die letzten Meter zum Ziel. 

E-Roller bringen auch Nachteile und sorgen für Unmut

Doch mit der Zeit wurden die Scooter lästig. Unachtsam abgestellte oder umgeschmissene Roller versperren Gehwege und sorgen für ein unschönes Stadtbild. Die Rufe nach Regelungen wurden lauter und der Karlsruher Gemeinderat befasste sich in der Vergangenheit schon mit dem Thema. Nachdem manche Anbieter auf die Kritik reagierten und Nutzer immer ein Bild ihres ordnungsgemäß abgestellten Roller in der jeweiligen App hochladen mussten, könnte nun die Karlsruher Stadtpolitik bald neue Leitplanken setzten.

Bilder wie diese soll es in Karlsruhe bald nicht mehr geben. Helfen soll ein zentraler E-Scooter-Hub.
Bilder wie diese soll es in Karlsruhe bald nicht mehr geben. Helfen soll ein zentraler E-Scooter-Hub. | Bild: Lisa-Maria Schuster

Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und Für Karlsruhe (FW/FÜR) im Karlsruher Gemeinderat, möchte in einem Antrag die Stadtverwaltung beauftragen, ausgewiesene Parkplätze für E-Roller einzuführen. Sogenannte E-Scooter Hubs. Diese sollen laut Fraktion an stark frequentierten Orten als feste Abstell- und Ausleihfläche dienen. Unachtsam abgestellte Roller sollen so der Vergangenheit angehören.

Testfläche kommt, aber wo? 

"Wenn die E-Scooter nicht mehr nur irgendwo stehen, sondern es zentrumsnahe Parkmöglichkeiten gäbe, die man schnell findet und für viele erreichbar sind, wäre das für das Auffinden und für die Ordnung wirklich hilfreich.", sagt Stadtrat Friedemann Kalmbach in einer Pressemitteilung der Fraktionsgemeinschaft. 

E-Scooter in Karlsruhe
Bild: Lisa-Maria Schuster

Am Dienstag, 11. Januar, beschäftigte sich der Hauptausschuss des Karlsruher Gemeinderates mit dem Antrag. Wie die Fraktion weiter mitteilt, wird in Karlsruhe  bald ein solcher E-Scooter-Hub testweise eingeführt. In anderen Städten wären solche Hubs bereits in Betrieb. 

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Neben den Hubs könnten auf Scooter-Fans noch weitere Maßnahmen zukommen. Der Hauptausschuss beschäftigte sich auch mit Anträgen anderer Fraktionen zu dem Thema. So fordern CDU und Grüne beispielsweise ein interaktives Tool, um falsch abgestellte E-Scooter melden zu können. Die AfD möchte für falsch abgestellte Roller eine "angemessene Sanktionierung" einführen. Wann und wo der "Testhub" entstehen soll, ist aktuell noch unklar.