Für viele unverständlich, für andere ein Stück weit Normalität und ein "Muss" für die Vorweihnachtszeit. Dass der Karlsruher Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden wird, ist nun niet-und nagelfest. Rund 60 Akteure aus Kultur, Wirtschaft, Freizeit und Kirchen haben über ein Jahr lang daran gearbeitet, trotz Pandemie wieder eine "Weihnachtsstadt Karlsruhe" entstehen zu lassen. Koordiniert wurde das Projekt von der KME. 

Karlsruher Weihnachtsmarkt Pressekonferenz
Ab dem 22. November findet wieder der Karlsruher Christkindlesmarkt statt. | Bild: Thomas Riedel

So wurden insgesamt 80 Buden aufgestellt, die sich in einen zugangskontrollierten 2G-Bereich (St. Stephansplatz und Friedrichsplatz) und einen teilweise frei zugänglichen Bereich am Marktplatz arrangieren. Das heißt: Auch Ungeimpfte können einige Stände besuchen. Trotz aller Vorplanungen hat der Karlsruher Weihnachtsmarkt dennoch Absagen hinnehmen müssen. 

"Gäste können sich an Regeln halten"

"20 Beschicker haben uns abgesagt. Auch das Riesenrad wird es dieses Jahr nicht geben. Denn das hängt im italienischen Zoll fest", erzählt Luczak-Schwarz auf der Pressekonferenz, die auf der Tribüne des "Karls Ruhe Plätzle" stattfand. Dies habe aber den Vorteil, dass der verfügbare Platz wiederum den Corona-Abstandsregeln zugutekomme. Ein Zaun um die kontrollierten Bereiche soll wiederum vor unbefugtem Zutritt schützen. Auch die klassischen Regelungen wie Maskenpflicht, Abstand und Co. sollen auf dem Weihnachtsmarkt gelten. Sogar ein Testzentrum soll es vor Ort geben. 

Karlsruher Weihnachtsmarkt Pressekonferenz
Zäune grenzen den 2G Bereich ab. | Bild: Thomas Riedel

"Ich denke, das Konzept ist gut. Mit einem Zaun, mit 2G und mit Kontrolle und ich hoffe, dass wir es auch so bis zum 23. Dezember durchführen können", so Luczak-Schwarz weiter. Daraufhin ergänzt Martin Wacker, Geschäftsführer der KME: "Die Gäste können sich an Regeln halten. Das haben wir zum Beispiel beim Stadtfest gesehen. Die Menschen sind an der Situation gewachsen."

Karlsruher Weihnachtsmarkt Pressekonferenz
Martin Wacker, Geschäftsführer der KME, und die erste Bürgermeisterin, Gabriele Luczak-Schwarz. | Bild: Thomas Riedel

Besonderes Highlight: Ab dem 13. Dezember - pünktlich zur Fertigstellung der Kombi-Lösung - können Stadtbesucher erstmals eine bahnfreie Innenstadt erleben. Unter anderem plant die KME hier "als Abschied" nochmal die historischen Bahnen fahren zu lassen. 

Schausteller fänden 2G+ Modell "fatal"

Ob der Weihnachtsmarkt jedoch bis zum Ende stehen bleiben darf, stehe noch in den Sternen. "Wir sind optimistisch, aber eine Garantie darauf können wir nicht geben", erläutert Armin Baumbusch auf Nachfrage von ka-news.de. Auch eine Überfüllung des Weihnachtsmarktes halten die Verantwortlichen für unwahrscheinlich. "Ich bin überzeugt, dass der eine oder andere daheimbleiben wird. Außerdem haben wir so viel Sicherheitspersonal und sind so weitläufig, dass die Menschen sich gut verteilen können."

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Extra eingerichtete Anstellflächen auf der Erbprinzenstraße und der Lammstraße sollen außerdem die Schlangen vor dem Einlass regulieren. Aus diesem Grund bleibt dieses Jahr auch die dort verlaufende Fahrradstraße frei. Darum sollten Fahrradfahrer diesen Bereich zwischen dem 22. November und dem 23. Dezember umfahren. 

Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe.
Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe. | Bild: Thomas Riedel

Ein Problem bleibt jedoch ungeklärt. Nach dem gestrigen Bund-und-Länder-Treffen soll künftig ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 6 das 2G+ Modell gelten. Doch damit sind die Schausteller nicht einverstanden. "2G+ wäre für uns fatal", macht Susanne Filder klar. "Erst anstellen zum Testen, danach anstellen zum Registrieren, ich glaube, da  würden wir unseren Gästen zu viel abverlangen." Ob die Beschicker dann trotzdem ihre Stände weiterführen würden, sofern das 2G+ Modell doch zum Einsatz käme, beantwortet Filder allerdings nicht. 

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