"Wir sind sehr traurig darüber, dass wir unser Kino verlieren", sagte Mitgesellschafter Christoph Stappert im Juli gegenüber ka-news. Die Kurbel bangte zu diesem Zeitpunkt schon länger um die Existenz. Dem Aus, das für die Betreiber dann doch sehr plötzlich kam, gingen monatelange Streitigkeiten mit dem Vermieter voraus. Am 29. Juli mussten die damaligen Betreiber schließlich das Kino aufgeben.

Nun startet die Kurbel mit neuem Betreiber durch. Sie wird unter neuer Leitung im Obergeschoss der Kinemathek als Genossenschaft weiterbestehen. Die Kurbel-Genossenschaft besteht aus 23 Privatpersonen und stellt das Startkapital bereit. Später soll sich das Kino - wie jedes andere betriebswirtschaftliche Unternehmen auch - selbst tragen, hofft der neue Theaterleiter Hans-Otto Borchers. 

"So spielt das Leben"

Eröffnet wird das Kino in einem der neuen Säle der Kinemathek. Er soll dem Originalzustand der Kurbel noch am nächsten sein, auch wenn starke Veränderungen vorgenommen wurden, heißt es auf der Webseite der Kinemathek.

Neben der Ausstattung soll sich auch das Programm im Vergleich zu früheren Zeiten ändern. "Wir spielen Mainstream-Filme und nicht mehr diese alte Schinken", sagt Borchers gegenüber ka-news. Am Donnerstag, 21. Oktober, um 14.30 Uhr startet die "neue" Kurbel mit dem Hollywood-Streifen "So spielt das Leben" - irgendwie ein passender Titel.