Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg und in Karlsruhe steigen und das Städtische Klinikum arbeitet an seiner Belastungsgrenze. Im Stadtkreis Karlsruhe liegt die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell bei 338,8, im Landkreis sogar bei 387,2 (Stand: Montag, 15. November, 14 Uhr).  Baden-Württemberg steht kurz vor der Alarmstufe. Derweil geht das öffentliche Leben - mit den 3G- beziehungsweise 2G-Regeln weiter. Doch gilt dies auch für den Karlsruher Christkindlesmarkt? 

Weihnachtsdekoration auf der Kaiserstraße
Weihnachtsdekoration auf der Kaiserstraße | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Rückblick: Im Jahr 2020 waren die Planungen vonseiten der Stadt für einen Christkindlesmarkt - wie in diesem Jahr - weit vorangeschritten. Am 16. Oktober dann aber die Absage. Die Stadträte im Karlsruher Gemeinderat stimmten gegen einen klassischen Christkindlesmarkt, stattdessen wurde ein "Notprogramm" entwickelt und durchgeführt. Könnte es auch 2021 zu einer kurzfristigen Planänderung kommen, wenn Baden-Württemberg in die Alarmstufe rutscht?

Was macht Karlsruhe? 

"Es gibt aktuell keine Überlegung vonseiten des Marktamtes den Christkindlesmarkt und vonseiten der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME) die Stadtwerke Eiszeit abzusagen. Beide Veranstaltungen können nach der derzeit gültigen Corona-Verordnung sowohl in der Basis- und Warnstufe als auch in der Alarmstufe durchgeführt werden", lautet die Antwort der Stadt auf Nachfrage von ka.news.de. 

Flammlachs frisch vom Grill.
Flammlachs frisch vom Grill. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Eine Einschränkung bleibt aber die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. "Sollte beispielsweise das Land die Verordnung ändern, werden die Stadt Karlsruhe sowie die KME entsprechend reagieren und die Öffentlichkeit darüber informieren", heißt es weiter. Sollte sich die Corona-Verordnung nicht ändern, soll sich auch nichts am vorgestellten Konzept für den Christkindlesmarkt ändern. 

Schausteller sorgen sich um 2G-Regel

Ähnlich äußert sich auch Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe. "So lange es keinen offiziellen Lockdown gibt, wird der Christkindlesmarkt in Karlsruhe stattfinden." Das Konzept, welches das Marktamt der Stadt für die Weihnachtsstadt erarbeitet habe, sei sehr gut. "Uns kann eigentlich nichts passieren." Einziger Wermutstropfen aus Sicht von Filder: die eventuell geltende 2G-Regel.

Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe.
Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbandes Karlsruhe. | Bild: Melissa Betsch

"Stand jetzt planen wir mit 3G, doch es wird wohl auf 2G hinauslaufen", so Filder. Einer "2G plus-Regel" (Geimpft/Genesen und negativer Test) stehe Filder eher kritisch gegenüber. "Die Regel würde noch mehr Besucher abschrecken und wer möchte sich den zusätzlich noch mal testen lassen?" Eine Absage stehe für die Schausteller-Vorsitzende aktuell aber nicht im Raum. 

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"Für uns wäre eine kurzfristige Absage sehr schlecht", sagt Filder. "Die Verträge sind unterschrieben und bei einer Absage würden wir auf unseren Kosten sitzen bleiben." 

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