Wann findet der internationale Asteroidentag statt?
Der Asteroidentag findet jedes Jahr am 30. Juni statt.
Was ist der Asteroidentag?
Dieses Datum wurde gewählt, um an das schlimmste Asteroidenereignis der jüngeren Erdgeschichte zu erinnern – das Tunguska-Ereignis in Sibirien, das sich am 30. Juni 1908 ereignete.
An diesem Trag ereigneten sich über der sibirischen Taiga eine oder mehrere Explosionen, die, laut Medienberichten, um ein vielfaches stärker waren als die Hiroshima-Bombe. Die Verwüstung betraf ein Gebiet von etwa 2.000 Quadratkilometern, allerdings wurde nie ein Krater gefunden.

Wer hat den Internationalen "Tag des Asteroiden" ins Leben gerufen?
Die Initiative stammt unter anderem von Brian May – einem promovierten Astrophysiker, der vielen vor allem als Gitarrist der legendären Rockband Queen bekannt ist. Die Band schrieb Musikgeschichte, nicht zuletzt durch ihren charismatischen Sänger Freddie Mercury.
An der Gründung des Asteroidentags waren außerdem beteiligt:
- Grigorij Richters, Filmemacher und Regisseur des Science-Fiction-Films 51 Degrees North, der sich mit der Bedrohung durch Asteroiden beschäftigt.
- Danica Remy, Präsidentin und Geschäftsführerin der B612 Foundation, die sich dem Schutz der Erde vor Asteroideneinschlägen verschrieben hat.
- Russell L. Schweickart, NASA-Astronaut, Forschungswissenschaftler und Mitbegründer der B612 Foundation.
Wann wurde der Asteroidentag gegründet?
Im Jahr 2014 kündigte das Team den ersten Asteroidentag an – und stieß auf große Resonanz: Über 200 Wissenschaftler, Astronauten und Künstler unterzeichneten die Erklärung zum Asteroidentag. Zwei Jahre später, 2016, wurde er von den Vereinten Nationen offiziell als internationaler Gedenktag anerkannt.
Was ist in Karlsruhe zum Asteroidentag geplant?
Das Planetarium Planet KA plant zum Asteroidentags eine Veranstaltung für Familien mit Kindern. Die Aktion ist als offene Mitmach-Rallye konzipiert. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung erforderlich.

An verschiedenen Stationen können Kinder unter anderem:
- kleine "Asteroiden" aus Zaubersand herstellen,
- ein gefährliches Asteroiden-Szenario lösen,
- die Unterschiede der Schwerkraft auf Himmelskörpern kennenlernen,
- mit einer Raumsonde eine Umlaufbahn simulieren
- und an einem Suchspiel teilnehmen, bei dem sie selbst einen Asteroiden entdecken können.
Zum Abschluss wartet auf alle Kinder, die alle Stationen durchlaufen haben, eine kleine Überraschung.
Was ist ein Asteroid?
Laut Andreas Kammerer von der Astronomischen Vereinigung Karlsruhe unterscheidet man:
- Meteoriten: 1 cm bis etwa 1 Meter
- Asteroiden: größer als 1 Meter, teils bis zu 1.000 Kilometer
Die Leuchterscheinungen von Meteoriten beim Eintritt in die Erdatmosphäre – sogenannte Karlsruhe beobachten.
– können wir regelmäßig überWie wahrscheinlich ist ein Asteroidenabsturz?
"Ein Einschlag kann nur dann erfolgen, wenn die Bahn eines Asteroiden die Erdbahn kreuzt und sich beide Objekte gleichzeitig am selben Ort im All befinden", so Kammerer.

Seit etwa 30 Jahren gibt es internationale Suchprogramme, die größere Asteroiden (ab etwa 10 Metern Durchmesser) frühzeitig erkennen sollen. Der letzte bekannte Einschlag eines größeren Asteroiden ereignete sich im Februar 2013 über Tscheljabinsk (Sibirien). Der Himmelskörper hatte einen Durchmesser von etwa 15 Metern.
Können wir Asteroiden am Nachthimmel beobachten?
Laut Kammerer gibt es mittlerweile über 600.000 katalogisierte Asteroiden mit bekannten Umlaufbahnen. Aufgrund ihrer sternähnlichen Erscheinung sind sie für Laien kaum von echten Sternen zu unterscheiden. In der Regel lassen sie sich nur durch ihre Bewegung vor dem Sternenhintergrund erkennen – das kann etwa eine Stunde dauern. "Die meisten Asteroiden sind selbst mit Teleskopen nur schwer sichtbar. Für die hellsten benötigt man zumindest ein Fernglas", sagt er.

Eine Ausnahme wird am 13. April 2029 erwartet: Der etwa 300 Meter große Asteroid Apophis wird der Erde extrem nahe kommen und für einige Stunden mit einem Fernglas erkennbar sein. "Seine scheinbare Bewegung wird so rasch sein, dass man ihn bei hoher Vergrößerung im Teleskop sogar richtiggehend laufen sehen wird", schließt Kammerer.