Schon seit 1977 findet in Durlach regelmäßig das sogenannte Altstadtfest statt, eines der beliebtesten Feste in Karlsruhe. Doch dann kam Corona und damit die zweijährige Zwangspause. Umso glücklicher sind die Vereine und auch die Bürger, dass in diesem Jahr wieder gefeiert werden kann.

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"Das Altstadtfest ist omnipräsent"

"Es ist alles ein bisschen aufregender als sonst. Das Altstadtfest ist omnipräsent, auch bei den Durlachern. Aber es tut der Seele einfach gut", sagt die Ortsvorsteherin von Durlach, Alexandra Ries, auf einer Pressekonferenz am Montag. Dem kann sich der 1. Vorsitzende der Arge Altstadtfest Durlach, Thomas Rößler, nur anschließen:

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"Wir sind froh, dass das Fest wieder in der Qualität stattfinden kann, wie Gäste es gewohnt sind."

18 regionale Künstler auf 9 Bühnen

Grund für die Aufregung ist aber nicht nur, dass das Straßenfest wieder stattfinden darf. Auch die kurze Vorbereitungszeit (Im April fielen die meisten Corona-Maßnahmen) und das neue Konzept von 9. Bühnen unter freiem Himmel, welche von insgesamt 18 Livebands und DJs bespielt werden, sorgen wohl für ein klein wenig Lampenfieber. Das Prinzip wurde vom Karlsruher Kultursommer übernommen. 

1. Vorsitzende der Arge Altstadtfest Durlach, Thomas Rößler
1. Vorsitzende der Arge Altstadtfest Durlach, Thomas Rößler | Bild: Verena Müller-Witt

"Es ist eine große Herausforderung für die Vereine. Wir haben uns ja Ende April erst dazu entschieden, das Altstadtfest durchzuführen", erläutert Thomas Rößler und ergänzt: "Es ist mein 12. Altstadtfest dieses Jahr. Aber meine Nervosität erinnert mich an mein Erstes".

Wer nun befürchtet, dass dem Fest eventuell damit etwas von seinem alten "Charme" verloren geht, der kann nun beruhigt sein. Das Spektakel soll zwar "Altbekanntes und Neues" zusammenführen, aber vom Grundkonzept gleich bleiben. 

Steigende Corona-Zahlen: Keine Angst vor wenig Besuchern

Zwar ist die Vorfreude groß, doch aktuell steigen in Karlsruhe erneut die Corona-Infektionen. Aktuell sind 2.956 Personen im Karlsruher Stadtkreis infiziert. Zählt man den Landkreis mit dazu sind es 6.626. Dass deshalb weniger Besucher kommen werden, befürchten Rößler und Ries nicht. "Das muss jeder individuell für sich entscheiden. Aber unser Vorteil ist, wir sind komplett im Freien", so die Ortsvorsteherin auf Nachfrage von ka.news.de.

Copyright Paul Needham / www.paulneedham.de
Archivbild: Das Altstadtfest im Jahr 2016. Copyright Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

Ebenso wenig wird in diesem Zusammenhang ein größerer Quarantäne-Ausfall in der Ortsverwaltung befürchtet. "Wir werden ja nicht ständig zusammenstehen. Wir haben auch den Vorteil, dass wir hier viele Einzelbüros haben", so Ries weiter. Desinfektionsmittel solle es aber selbstverständlich vor Ort geben. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst", so Rößler abschließend.

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