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Karlsruhe Ende der Ungewissheit: Ein Karlsruher Sportverein wagt Neuanfang am Citypark

An der Stuttgarter Straße in Karlsruhe wird im Osten des Quartiers Citypark eine Sportanlage für die Öffentlichkeit entstehen. Der Hintergrund: Die ESG Frankonia Karlsruhe wird in den kommenden Jahren an diese Stelle verlagert. Davor lag für den Verein aber ein steiniger Weg.

Bereits seit über zwanzig Jahren wusste man seitens der ESG Frankonia Karlsruhe nicht konkret, ob und wann genau die Umsiedlung des Vereins komme. Im November letzten Jahres war es dann sicher: Mit dem Erwerb des jetzigen Sport-Geländes in der Durlacher Allee ebnete die Stadt die Wege für ein mögliches neues Wohngebiet. Die Konsequenz für den Freizeitsportverein: Der Umzug an die Stuttgarter Straße.

Doch bis diese Entscheidung endgültig getroffen wurde und der Gemeinderat zustimmte, das 29.743 Quadratmeter große Gelände für etwa zwei Millionen Euro dem Bundeseisenbahnvermögen abzukaufen, vergingen einige Jahre, erklären die ESG-Vereinsvorsitzenden Wolfgang Nees und Christin Wilke im Gespräch mit ka-news. Jahre, in denen der Verein, der lediglich Pächter des Geländes ist, nur kleine Investitionen getätigt hatte, "da man sich nie sicher sein konnte, wann der Umzug erfolgen wird."

ESG litt unter Verkaufs-Gesprächen

Die ehemaligen Bahn-Gebäude aus den 50er Jahren veralteten, die Geräte wurden nur im Ausnahmefall erneuert. Das spiegelte sich auch bei den Mitgliedern wider. Die Zahlen sprechen für sich: "Vor dreißig Jahren waren es noch 4.000 Mitglieder, jetzt sind es 1.000," erklärt Nees. Der Rückgang sei natürlich auch auf die Verlagerung der Deutschen Bahn (DB) aus Karlsruhe zurückzuführen, da viele Arbeitnehmer der DB Mitglieder der ESG waren. Im Großen und Ganzen merkte der Verein aber schnell, dass die ungeklärte Situation rund um die Verlagerung einigen Mitgliedern zu denken gegeben hatte.

Doch dieser ungewisse Zustand soll jetzt Vergangenheit sein - der vorläufige Bebauungsplan für die neue Sportanlage an der Stuttgarter Straße steht. Das neue Sportgelände soll in insgesamt drei Abschnitten errichtet werden. Auch hier wird der Sportverein nur Pächter sein, Besitzer der Fläche und Bauherr der neuen Anlage ist die Stadt.

Lage im Stadt­ge­biet
Plangrundlage für Bebauungsplan "Südlich Stuttgarter Straße": Lage im Stadt­ge­biet | Bild: Stadt Karlsruhe, Liegen­schaft­samt

Sportanlage soll in drei Abschnitten entstehen

In der ersten Bauphase, die bereits im Sommer 2018 beginnen könnte, sollen laut Nees und Wilke die Tennisplätze des TC Grün-Weiss Karlsruhe verlagert werden. Zudem soll in diesem Zeitraum auch ein neuer Gebäudekomplex, in welchem zukünftig die Gaststätte sowie kleinere Räumlichkeiten für Sportgruppen Platz finden sollen, entstehen.

Nees stellt in diesem Zusammenhang gegenüber ka-news allerdings deutlich klar, dass am Citypark keine neue Sporthalle entstehen wird. Das Gelände sei deutlich kleiner als das aktuelle Grundstück der ESG. Eine große neue Halle, wie man sich etwa für die Karlsruher Basketballer der PSK Lions wünsche, sei schon alleine deshalb nicht umsetzbar.

Eidechsen und Naturschutz spielen große Rolle

Die zweite Bauphase - voraussichtlich beginnt diese Ende 2021 - drehe sich vor allem um den Naturschutz und die dort ansässigen Eidechsen. Die neue Fläche sei Heimat einiger dieser Tiere - sie müssen für die Bauarbeiten zeitweise umgesiedelt werden. Der letzte Bauabschnitt enthält nach den aktuellen Planungen die Errichtung verschiedener Sportplätze für beispielsweise den Fußball, das Ringtennis oder auch den Faustball.

Nach aktuellen Planungen sei ein Ende der Bauarbeiten und damit der komplette Einzug der ESG auf das neue Gelände an der Stuttgarter Straße für Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 angesetzt. Dann sollen so gut wie alle Abteilungen des Vereins am Citypark gebündelt sein: Lediglich der Schießstand und das Skimuseum in Weiherfeld sind dann noch außerhalb des ehemaligen Kleingarten-Geländes zu finden.

Neuorientierung zum Gesundheitssport

Doch nicht nur in dieser Sache kommt auf den Verein eine Veränderung zu. Auch intern können sich alle Mitglieder und Interessierten auf eine Neuerung freuen: "Der Freizeitsportverein wird sich vom Breitensport zum Gesundheits- und Betriebssport umorientieren", erklären die Vorsitzenden weiter. Damit sollen vor allem Sportgruppen wie "Mutter-Kind-Pilates", Rücken- oder auch Skigymnastik in den Vordergrund rücken.

"In Sachen Betriebssport sind wir mit einigen Karlsruher Unternehmen im Gespräch - wir sind gespannt, wie sich das entwickeln wird", so Nees. Auch weitere Aspekte sollen die ESG voran bringen. Die neue Sportanlage soll für die dort ansässigen Bürger in Form von beispielsweise Basketball- oder auch Volleyballplätzen öffentlich zugänglich sein. Geplant sei zudem eine Fitnessstrecke, auf der verschiedene Stationen überwunden werden müssen.

Alles in allem schauen die Vorsitzenden nach all den Jahren nun positiv in die Zukunft: "Wir wollen mit der Bevölkerung am neuen Standort zusammenwachsen oder eben auch zusammen wachsen", schmunzelt Nees abschließend im Gespräch mit ka-news. Das Ziel sei in den nächsten fünf Jahren dreimal so viele Mitglieder wie jetzt zu haben.

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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    04.04.2018 08:16 Uhr
    Eidechsen!!!
    Eidechsen!!!
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  •   Arrows
    (81 Beiträge)

    01.02.2018 11:41 Uhr
    ESG
    Und was entsteht in der Durlacher Allee?
    Newport Arena/ KSC?😂
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  •   likeka
    (373 Beiträge)

    01.02.2018 20:40 Uhr
    Vielleicht das
    Idee zur Bebauung. Dieser Plan stammt aus der Planungswerkstatt Durlacher Allee. Man kann also gespannt sein.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    01.02.2018 15:12 Uhr
    Was ist "KSC"?
    Ein Karlsruher Sportverein?
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  •   Arrows
    (81 Beiträge)

    01.02.2018 15:35 Uhr
    Hüttenkäse
    Witzig.
    Jetzt mal ernst. Was passiert mit dem Gelände❓
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    01.02.2018 16:17 Uhr
    Das wird für die sogenannte Stadtentwicklung reserviert...
    ... also wahrscheinlich nix mit KSC, sondern mittelfristig eher KFC zwinkern

    Im Ernst: Tatsächlich wissen die Stadt-Oberen bislang wirklich noch nicht, wem Sie dieses Filet-Stückchen als nächste infrastrukturelle Todsünde nach DM, IKEA und neuem Finanzamt gegen jegliche Wohn-Qualität in der Oststadt andrehen können.
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  •   andip
    (9216 Beiträge)

    02.02.2018 08:48 Uhr
    Wohnqualität?
    Sorry, aber an der Stelle wohnt niemand, der durch irgendein neues Gebäude beeinträchtigt werden könnte., da gibt es nur Läden und Industrie.
    Daher wird und kann es da sicher keine neue Wohngebäude geben, so zwischen Bahngleisen und der Autobahn.
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  •   likeka
    (373 Beiträge)

    01.02.2018 20:36 Uhr
    "Industrielle Todsünde"
    IKEA entsteht auf einem vorher z.T ungenutzen, zubetoniertem und verseuchtem Gelände.
    IKEA baut übrigens viel platzsparender, als normal.

    dm baut wirklich sehr Anwohnerverträglich, z.B. was Höhe angeht, Zudem wird das Gebäude bzw. das Parkhaus eher zu einer Minderung des Autobahnlärms führen.

    Das Finanzamt entsteht jetz auch eher in einem bisher nicht genutzen Grundstücksbereich des Polizeipräsidiums. Ja, da standen ein paar Bäume (kein Wald !), aber als Bürger war dieses Gelände bisher auch nicht nutzbar.

    Alle drei Projekte sind übrigens hervorragend an den ÖPNV angeschlossen.

    Kann man schon alles Todsünde nennen - muss man aber nicht zwinkern
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  •   andip
    (9216 Beiträge)

    01.02.2018 15:38 Uhr
    Siehe obigen Link
    "Was genau dort passiert, kann Stadt-Pressesprecher Bernd Wnuck gegenüber ka-news noch nicht sagen"
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10707 Beiträge)

    01.02.2018 07:37 Uhr
    @ka-news: und was hat die Überschrift (KSV)
    mit dem Artikel zu tun?
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