Stephanie Meyer

"Die Volkswohnung blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurück." Mit diesen Worten eröffnet Baubürgermeister und Aufsichtsratvorsitzender Daniel Fluhrer die Pressekonferenz. Etwa jede achte Mietwohnung in Karlsruhe ist mittlerweile im Bestand der Wohnungsbaugesellschaft - und das soll in den nächsten Jahren noch steigen.

Jahrespressegespräch der Volkswohnung
Beim Jahrespressegespräch der Volkswohnung wurde über die Bilanz von 2018 gesprochen und neue Projekte vorgestellt. | Bild: Hammer Photographie

Bis 2025 will die Volkswohnung mehr als 1.390 neue Wohnungen bauen, von denen über die Hälfte öffentlich gefördert werden soll. Dafür seien insgesamt 65 Millionen Euro für die Investitionen vorgesehen. 39,1 Millionen Euro sollen hiervon in Neubauten investiert werden.

Geplante Projekte überall in der Stadt

Wo genau die neuen Wohnungen allerdings entstehen sollen, steht noch nicht fest. Sicher ist: "In verschiedenen Stadtteilen, in denen die Volkswohnung Eigentum hat", so der neue Geschäftsführer Storz, "Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, wo wir modernisieren oder Wohnungen aufstocken können." Rund 9,1 Millionen Euro sollen allein in diesem Jahr in die Modernisierungen gesteckt werden. 

Neuer Wohnraum könnte dann zum Beispiel in der Waldstadt, in der Nordweststadt oder in Durlach entstehen. Für Ende 2020 ist zudem der Bau eines neuen Wohngebietes im Stadtteil Blankenloch in Stutensee geplant.

Stutensee - Blankenloch "Wohnpark Mittendrin"
Der Bau neuer Wohneinheiten in Blankenloch soll Ende 2020 beginnen. | Bild: Volkswohnung GmbH

Trotz hoher Mietnachfrage "nur" 1.390 neue Wohnungen

Von 2012 bis 2018 errichtete die Volkswohnung 841 Mietwohnungen. Bis 2025 sollen noch 1.390 neue Wohnungen dazu kommen. Auf dem ersten Blick viel, aber mit der Zahl der neu geplanten Projekte steigt auch die Zahl der Mietnachfragen. Sind da knapp 1.400 neue Wohnungen genug?

Jahrespressegespräch der Volkswohnung
Stefan Storz ist seit 2018 Geschäftsführer der Volkswohnung GmbH. | Bild: Hammer Photographie

Die Volkswohnung wird das Problem der hohen Nachfrage an Wohnraum nicht alleine stemmen können, sondern nur einen gewissen Prozentsatz der Nachfrage abdecken, so Baubürgermeister Fluhrer.

"Es sind nicht genug Wohnungen", beantwortet Storz die Frage und fügt hinzu: "Wir brauchen viele Partner, die auch in Karlsruhe Wohnraum schaffen wollen - und können." Die Volkswohnung ist "nur ein Akteur auf dem Immobilienmarkt" - andere Wohnungsbaugesellschaften müssen auch neuen Wohnraum schaffen, um gegen die hohe Mietnachfrage in Karlsruhe ankämpfen zu können, erklärt Fluhrer.

Mehr Qualität als Quantität

Neben den geplanten Neubauten gibt es derweil noch Projekte, die bald abgeschlossen werden können. Dazu gehören zum Beispiel neue Wohn- und Arbeitsgebäude in Knielingen 2.0 und die Modernisierung der Gebäude in der Kolbergerstraße, die bis 2020 fertiggestellt werden sollen.

Knielingen
2020 sollen in Knielingen neue Wohnungen fertig gestellt werden. | Bild: Volkswohnung GmbH

Dabei ist laut Storz eines der wichtigsten Ziele der Volkswohnung, neue Wohnräume zu schaffen und zu wachsen. Allerdings ginge es mehr um Qualität als um Quantität. "Unsere Herausforderung besteht darin, den Bestand an Wohneinheiten zu modernisieren und ihn nicht wegen der vielen Neubauten zu vernachlässigen", erklärt der Geschäftsführer.

 

ka-news.de Hintergrund
Die Volkswohnung Karlsruhe ist eines der drei größten Wohnungsunternehmen in Baden-Württemberg und der größte Vermieter der Fächerstadt. Als Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Karlsruhe, gegründet 1922, besitzt sie über 13.200 Mietwohnungen und rund 240 Gewerberäume. Als Bauträger hat sie zudem mehr als 3.000 Eigentumsobjekte erstellt und verwaltet für Dritte auch Einheiten in Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Das Wohnungsunternehmen Volkswohnung versorgt dabei breite Schichten der Bevölkerung Karlsruhs mit Wohnraum. Dazu gehört auch - aber nicht ausschließlich - die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungskreise.

Zur Volkswohnung GmbH gehören zwei Tochterfirmen: Die Volkswohnung Service GmbH und die Volkswohnung Bauträger GmbH. Weitere Beteiligungen hat sie an der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK), der Karlsruher Energieservice GmbH (KES), der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH in Baden-Baden und der Wohnbau Wörth am Rhein GmbH. 
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