Das Badische Landesmuseum (BLM) ermöglicht interessierten Besuchern einen Einblick in die neue Fotoausstellung "Unvergängliche Augenblicke" von Uli Deck. Dieser ist definitiv einer der besten Fotografen Karlsruhes, arbeitet(e) unter anderem auch für "Spiegel Online" und die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).

Eine Dekade in Bildern – seit 2015 begleitet der preisgekrönte Pressefotograf Deck die Aktivitäten des Badischen Landesmuseums mit der Kamera. Zehntausende Bilder sind dabei entstanden: Die Aufnahmen zeugen von technischer Brillanz, dem richtigen Timing und einem Sinn für ungewöhnliche Perspektiven.
Ab Freitag, 4. Juli: Uli Deck-Ausstellung
Die genannte Ausstellung präsentiert ab dem 4. Juli im Schloss Karlsruhe ein "Best Of": Impressionen von Großen Landesausstellungen mit ihren kostbaren Objekten und aufwendigen Szenografien wie auch der alltäglichen Arbeit im Depot und in den Restaurierungswerkstätten des Museums.

Parallel dazu hat Uli Deck denkwürdige Ereignisse in Karlsruhe festgehalten. Die Ausstellung ist somit eine Hommage an die Stadt, das Museum und den Fotografen selbst. Als letztes Ausstellungsprojekt des Badischen Landesmuseums vor der mehrjährigen sanierungsbedingten Schließung lädt sie bis zum 28. September ein zu einem Rückblick auf zehn Jahre Karlsruher Kulturgeschichte.
- Was: "Unvergängliche Augenblicke" – Fotografien von Uli Deck, Ausstellung, acht Euro/ermäßigt sechs Euro
- Wann: 4. Juli bis 28. September 2025
- Wo: Schloss Karlsruhe, Karlsruhe

Im Sammlungseintritt inbegriffen sind (inklusive Deck-Schau ) drei aktuelle Sonderausstellungen, die bis zum 28. September einen Besuch lohnen:
"Kann das weg?" hinterfragt den Umgang mit Ressourcen von der Antike bis heute und bietet viele Anregungen zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und Objekten.
- Was: "Kann das weg?" - Volontär*innen-Ausstellung,
- Wann: noch bis 28. September 2025, kostenfrei!
- Wo: Schloss Karlsruhe

"Unrecht & Profit" beleuchtet dann die NS-Vergangenheit des Museums und präsentiert aktuelle Ergebnisse der Provenienzforschung. Die Ausstellung zeigt rund 70 Objekte aus den eigenen Sammlungen: Keramik, Malerei, Skulpturen und Textilien von der Antike bis zum Jugendstil. Die erstmals präsentierten Exponate sind allesamt während der NS-Zeit ihren Eigentümern unrechtmäßig entzogen worden. Zur Schau ist eine Begleitpublikation erschienen.
- Was: "Unrecht & Profit" - Sonderausstellung
- Wann: noch bis 28. September 2025
- Wo: Schloss Karlsruhe

Und: Wer sich dem Museum und seinen Sammlungen auch in der Schließzeit auf ganz persönliche Weise verbunden fühlen möchte, engagiert sich schon ab 50 Euro mit einer Objektpatenschaft. Rund 100 besondere Objekte stehen zur Auswahl: vom antiken Harfenspieler aus der Kykladensammlung über einen verzierten Pferdesattel aus der Zeit der Türkenkriege bis hin zur badischen Krone.
Die Patenschaft unterstützt direkt die Restaurierung, Pflege und Vermittlung der Sammlungen. Zum Dank erhalten die Unterstützer eine Urkunde, die Nennung im Digitalen Katalog und auf einem Display im Museum. Alle Objekte und weitere Informationen finden sich ab sofort unter www.landesmuseum.de/patenschaft.
Große Museumsaktion
Am Sonntag, 28. September, dem letzten Öffnungstag des Museums, heißt es dann Abschied nehmen – und mitbieten! Bei der großen Museumsauktion werden originale Ausstellungs- und Dekorationselemente versteigert: von Nachbauten antiker Möbel über die lebensechte Figur des Stadtgründers Karl Wilhelm bis hin zu einem drei Meter hohen Olivenbaum mit mediterranem Flair.
Martin Wacker Himself führt als Auktionator durch den Abend, an dem nicht nur geboten, sondern auch geschmunzelt und erinnert wird. Die Auktionsobjekte sind ab dem 1. September unter landesmuseum.de/auktion einsehbar.

Stadtrundgang mit Web-App
Im Rahmen der Vorstellung des Museumssommers 2025 freuen sich die BLM-Macher, Besuchern ein besonderes Zusatzangebot zu machen: einen Stadtrundgang zu "Ping! – Dein Date mit der Demokratie!" Ab dem 26. Juni steht die Web-App zur eigenständigen Erkundung von Orten der Demokratiegeschichte in Karlsruhe bereit.
Vom Ständehaus über den Platz der Grundrechte bis zum Bundesgerichtshof entdecken Geschichtsbegeisterte mit "Ping!" Orte, Denkmäler und Persönlichkeiten, die unsere demokratische Gesellschaft geprägt haben. Das Besondere daran: Nutzer können nach dem Tinder-Prinzip Gebäude, Skulpturen und Plätze "liken" – kommt es zu einem "Match", kann man sich im Chat direkt mit ihnen unterhalten und Geschichte unmittelbar und auf innovative Weise erleben. "Ping!" ist ab sofort webbasiert verfügbar beim Landesmuseum.

Chatten Sie nun auch mit dem Bundesverfassungsgericht, der Verfassungssäule oder dem Löwen am Brunnen auf dem Marktplatz – direkt auf Ihrem Smartphone. Zu dem gemeinsamen Social Walk mit Harriet Meyer (Leitung Digital
Vermittlung und Projektverantwortliche für die Erweiterung der App), laden die Organisatoren herzlich ein!
Bis Ende September bietet der Schlossturm noch sein herrliches Panorama über die Fächerstadt mit bedeutenden Bauten wie dem Bundesverfassungsgericht. Nun kann man seine Wissensreise aber auch direkt vor Ort fortsetzen: Die Web-App "Ping! Dein Date mit der Demokratie" wird erweitert und führt künftig zu Orten der Demokratiegeschichte im Karlsruher Stadtraum.
- Was: Turm- und Filmerlebnis
- Wann: noch bis 28. September
- Wo: Schloss Karlsruhe - Erwachsene vier Euro/ermäßigt drei Euro

Bitte final beachten: Der 28. September ist der letzte Öffnungstag im Schloss Karlsruhe. Danach geht das Landesmuseum sanierungsbedingt in eine mehrjährige Schließzeit. Die Macher würden sich freuen, Besucher im Museum beim Markt, im Museum in der Majolika sowie ab 2026 in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden begrüßen zu dürfen.