Für mehrere Spieler wird die Zweitliga-Begegnung zwischen dem Karlsruher SC und Dynamo Dresden am Sonntag das letzte Heimspiel im KSC-Trikot sein: Philipp Hofmann, Robin Bormuth, Marc Lorenz, Markus Kuster, Paul Löhr, Niklas Heeger, Ricardo van Rhijn und Jannis Rabold werden am Sonntag vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet.

Acht KSC-Spieler fallen gegen Dresden aus

Neben dem sicherlich emotionalen Teil des Sonntags geht es für die Spieler aber auch darum, sich mit einem sportlichen Erfolgserlebnis von den eigenen Fans zu verabschieden. Lucas Cueto, Marco Thiede, Marius Gersbeck und Daniel O'Shaughnessy können neben den Langzeitverletzten Sebastian Jung, Paul Löhr und Leon Jensen weiterhin nicht dabei helfen. Auch Benjamin Goller fällt krankheitsbedingt aus. Wie bereits bei der 0:2-Niederlage in Hannover am vergangenen Wochenende wird Heeger Gersbeck im KSC-Tor ersetzen. 

Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg.
Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auf der Pressekonferenz am Freitag sagt KSC-Trainer Christian Eichner zunächst mit Blick auf die bisher 18.000 verkauften Karten: "Ich hoffe, dass wir die Hütte noch vollbekommen. Wir wollen das letzte Heimspiel erfolgreich bestreiten und haben noch punktemäßig Nachholbedarf."

"Tun gut daran, einen vernünftigen Abschluss hinzukriegen"

Von fehlender Spannung wollte Eichner dagegen nichts wissen. "Für uns geht es noch um Tabellenplätze und Fernsehgelder. Wir tun gut daran, nach diesem sehr anständigen Jahr einen vernünftigen Abschluss hinzukriegen."

Mit Blick auf die Dresdner, die unabhängig von den letzten beiden Spielen in die Abstiegsrelegation müssen, meint Eichner: "Was mein Kollege in Dresden macht, habe ich nicht in der Hand. Ich gehe schwer davon aus, dass sie die Spiele nutzen wollen, um gewisse Dinge festzuzurren und gewisse Abläufe zu verfestigen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie den ein oder anderen Spieler reinwerfen, um ihn für die Relegation zu testen."

"Einer der Top-Drei-Gegner"

In der Hinrunde gab es für den KSC beim 1:3 in Dresden nichts zu holen. Im Kalenderjahr 2022 hat Dynamo dagegen noch kein Spiel gewonnen. Das zeige für Eichner, dass es "in dieser Liga schwierig ist, mit irgendwas zu rechnen. Dresden war im Hinspiel von der Intensität und der Dynamik her einer der Top-Drei-Gegner und hat verdientermaßen das Spiel in der zweiten Halbzeit auf seine Seite gezogen".

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Abschließend äußert sich der KSC-Trainer noch zu Marc Lorenz, der gerne noch länger beim KSC geblieben wäre. "Es ist völlig normal, dass sich ein Spieler enttäuscht zeigt, wenn er sich hier sehr wohlgefühlt hat. Marc ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir als Club versuchen, mittelfristig zu denken und ab und zu dem Kader auf gewissen Positionen Frische hinzuzufügen – ein neues Gesicht oder auch von der Altersstruktur her. Dann gibt es auch manchmal sehr harte Entscheidungen."