Alles andere als souverän, doch der KSC ist eine Runde weiter. Die Blau-Weißen gewinnen 1:0 und stehen damit nach 25 Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Entscheidend ist ein Hand-Elfmeter in der 69. Minute der von Marvin Wanitzek eiskalt ausgeführt wurde.

Die Löwen als Pokalschreck

Über den Gegner: 1860 München ist in der dritten Liga zu Hause und belegt dort den achten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Michael Köllner entfernt allerdings nur vier Punkte auf den Relegationsplatz. Als Zweitligist ist der KSC zwar als Favorit in die Partie gegangen, doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Schließlich hat Sechzig auch schon den SV Darmstadt und Schalke 04 aus dem Pokal geworfen.

DFB-Pokal: 1860 München vs. KSC
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Christian Eichner änderte seine Startelf nach der Partie in Darmstadt an einer Position: Tim Breithaupt kehrt nach seiner Sperre auf die Sechserposition zurück, Ricardo van Rhijn nimmt vorerst auf der Bank Platz.

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Die besseren Aktionen hat in der ersten Halbzeit der Gastgeber. Einen Klassenunterschied kann man im Grünwalder Stadion kaum spüren, denn Sechzig drängt zu Beginn des Spiels immer wieder in den Karlsruher Strafraum. Zuerst zieht Bär aus rund 15 Metern ab, danach ist es Greilinger, der alleine auf Marius Gersbeck zuläuft. Der KSC-Keeper ist aber im kurzen Eck zur Stelle und faustet den Ball ins Aus.

Vom KSC kommt lange wenig

Dem KSC fehlt es in der ersten Halbzeit an Ideen. Die gefährlichste Aktion der Karlsruher ist ein Freistoß  in der 41. Minute. Heise versucht den Ball zwar im Münchner Tor unterzubringen, doch Hiller ist am Pfosten und wehrt den Ball ab. 

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Der KSC geht als schwächere Mannschaft in die Kabine. Doch Cheftrainer Christian Eichner scheint die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach der Pause sorgt der KSC für deutlich mehr Furore im Strafraum der Sechziger. Erst zieht Philipp Hofmann aus zweiter Reihe ab, dann antwortet Lex mit einem Abschluss auf Gersbeck.

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Doch dann liegt der Ball plötzlich im Tor von 1860 München. Fabian Schleusener kommt im Strafraum mit dem Rücken zum Tor an den Ball, dreht sich, zieht ab und trifft das Aluminium. Lucas Cueto ist zur Stelle und köpft den Ball in die Maschen (51.).  Der Grund zum Jubeln wird aber schnell genommen, denn das Tor wird durch eine Abseitsstellung zurückgenommen. Bittere Entscheidung für den KSC, denn es handelt sich um wenige Zentimeter. 

Schleusener sorgt immer wieder für Unruhe

In der 63. Minute hat Schleusener die Führung auf dem Fuß, als er links freigespielt wird und auf das Tor zielt. Der Schlussmann der Löwen pariert aber diese Möglichkeit. Später sind es Heise und Wanitzek, die auf die Führung drängen. Klar ist: Der KSC ist gut aus der Pause gekommen und die Münchner Löwen können sich kaum noch aus ihrem eigenen Strafraum befreien.

Die Spieler vom Karlsruher SC feiern Elfmeter-Torschütze Marvin Wanitzek.
Die Spieler vom Karlsruher SC feiern Elfmeter-Torschütze Marvin Wanitzek. | Bild: Sven Hoppe/dpa

Dann die entscheidende Szene: Bei einer flachen Hereingabe von Thiede nimmt Greilinger die Hand zur Hilfe, um den Ball ins Aus zu befördern. Klare Situation für den Schiedsrichter, der sofort auf den Punkt zeigt. Wanitzek tritt zum Elfmeter an und platziert den Ball mit einem Rechtsschuss ins linke Toreck. Ab der 69. Minute spielt der KSC also mit der Führung im Rücken.

Kaufmann und Lorenz kommen rein

Eichner reagierte auf die Führung mit einem Doppelwechsel. Kapitän Jerôme Gondorf und Lucas Cueto gehen. Es kommen Fabio Kaufmann und Marc Lorenz ins Spiel. 

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Des Sieges sicher kann der KSC aber noch nicht sein, denn die Giesinger werfen noch mal alles in die Partie. Tallig taucht in der 76. Minute alleine vor Gersbeck auf und hat den Ausgleich auf dem Fuß, er scheitert zum Karlsruher Glück am Keeper. Der KSC zieht sich mehr und mehr in die eigene  Hälfte zurück, überlässt den Münchnern den Ball und konzentriert sich auf das Verteidigen. 

Es sollte bei einem Tor bleiben

Kurz vor Schluss ist es wieder Schleusener, der das 2:0 auf den Füßen hat, das Tor allerdings verfehlt. Auf der anderen Seite ist es Steinhart, der nach einem flach ausgeführten Freistoß zum Abschluss kommt. Den Ball zum Ausgleich aber in den Fangzaun tritt. Es bleibt bis zum Abpfiff bei der knappen KSC-Führung.

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Nach einer schwachen ersten Halbzeit kommt der KSC nach dem Seitenwechsel gut ins Spiel, kreiert gefährliche Chancen und geht dank eines Handelfmeters in Führung. 1860 München baut nach einer starken ersten Hälfte ab und nutzt seine Chancen am Ende der Partie nicht, sodass der KSC ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzieht. 

Alle Bilder zum Spiel gegen die Löwen:

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