Platz 10: Lorenz-Günther Köstner

Knapp dabei bei den aktuellen Top Ten ist Lorenz-Günther Köstner: Er hatte 811 Tage den Posten des Cheftrainers inne. Unter seiner Trainerführung schaffte der KSC den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. 

Platz 9: Stefan Kuntz

Der aktuelle Trainer der U21-Nationalmannschaft war in den 00-er Jahren 816 Tage im Wildpark. Nach nur zwei Punkten aus den ersten sechs Spielen in der Saison 2002/03 wurde Kuntz am 25. September 2002 entlassen - man wollte den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffen. Das sollte aber auch Nachfolger Lorenz-Günther Köstner nicht gelingen.

U21-Coach Stefan Kuntz.
U21-Coach Stefan Kuntz. | Bild: Patrick Seeger/dpa

Platz 8: Alois Schwartz (888 Tage)

Alois Schwartz wurde am 29. August 2017 Nachfolger des entlassen Marc-Patrick Meister. Unter seiner Leitung fand die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur, blieb 20 Spiele am Stück ungeschlagen und schaffte es so noch in die Aufstiegs-Relegation.

KSC-Trainer Alois Schwartz.
KSC-Trainer Alois Schwartz. | Bild: Uli Deck/Archivbild

Im August 2018 folgte die Vertragsverlängerung bis 2021 - doch nach vier Niederlagen in Folge und den Abstieg auf den Relegationsplatz, trennte sich der Verein frühzeitig am 3. Februar von seinem Trainer-Duo. Mit Schwartz musste auch Co-Trainer Dimitrios Moutas.

Platz 7: Kurt Sommerlatt (940 Tage)

Erster Bundesliga-Trainer des KSC war Kurt Sommerlatt, der von 1962 bis 1965 genau 940 Tage im Amt war.

Kurt Sommerlatt, einziger Fussballspieler, der dreimal hintereinander den DFB-Pokal gewann
Kurt Sommerlatt, einziger Fussballspieler, der dreimal hintereinander den DFB-Pokal gewann | Bild: GES-Sportfoto

Platz 6: Kurt Baluses 

Kurt Baluses war von 1968 bis 1971 in Karlsruhe beheimatet - 1.054 Tage trainierte er den KSC.

1971: Blick auf die zugeschneite Spielfläche im Wildparkstadion: KSC-Trainer Kurt Baluses (links) sich zum Schnee hinabbückend.
Blick auf die zugeschneite Spielfläche im Wildparkstadion 1971. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A40/20/1/10

1971 wurde Baluses fünf Tage vor dem ersten Spiel der Aufstiegsrunde entlassen. Das sollte am Ergebnis nichts ändern: Der KSC verlor gegen den VfL Bochum und blieb drittklassig.

Platz 5: Manfred Krafft

Der gebürtige Düsseldorfer kam 1978 als Trainer in den Wildpark. Er führte den KSC 1980 in die erste Bundesliga, wo sie 1980/81 ihre bislang erfolgreichste Saison spielten.

1980: BNN-Chefredakteur Hans W. Baur, Präsident Roland Schmider, Trainer Manfred Krafft, Kapitän Rudi Wimmer und Geschäftsführer Manfred ...
1980: BNN-Chefredakteur Hans W. Baur, Präsident Roland Schmider, Trainer Manfred Krafft, Kapitän Rudi Wimmer und Geschäftsführer Manfred Amerell (v.l.n.r.) | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A58/55/7/33

Nach 1.244 Tagen wurde Krafft vorzeitig entlassen und ersetzt. Die Entscheidung war umstritten - der KSC befand sich damals (trotz drei Niederlagen) auf Tabellenplatz 12. Er sollte die Saison auf Tabellenplatz 14 abschließen.

Platz 4: Carl-Heinz Rühl

Carl-Heinz Rühl war von 1973 bis 1977 beim KSC, wo er sein Trainer-Debüt feierte. Nach Klassenerhalt in der Saison 1975/76 folgte 1977 der Abstieg in die zweite Liga und beendete Rühls Trainerkarriere nach 1.466 Tagen im Wildpark.

1989: Autogrammstunde des Karlsruher Sport Clubs KSC mit Trainer Winfried Schäfer, Manager Carl-Heinz Rühl und zehn Spielern im Kaufhaus ...
1989: Autogrammstunde des KSC mit Trainer Winfried Schäfer, Manager Carl-Heinz Rühl und zehn Spielern im Kaufhaus "Hertie" | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A21/08/7/17

Er kehrte 1986 als Manager in den Wildpark zurück - und blieb bis 1994. Am 30. Dezember vergangenen Jahres verstarb Rühl nach kurzer, schwerer Krankheit.

Platz 3: Markus Kauczinski  (1.596 Tage)

1.557 Tagen war "Kauzce" in den Jahren 2012 bis 2016 die Nummer Eins auf der KSC-Trainerbank. Allerdings war Kauczinski noch dreimal interimsweise Chefcoach, sodass er insgesamt auf 1.596 Tage kommt.

08.05.2016, xkvx, Fussball 2.Bundesliga, RB Leipzig - Karlsruher SC, emspor, v.l. Trainer Markus Kauczinski (Karlsruher SC)
08.05.2016, xkvx, Fussball 2.Bundesliga, RB Leipzig - Karlsruher SC, emspor, v.l. Trainer Markus Kauczinski (Karlsruher SC) | Bild: fu-sportfotografie

2014/15 erreichte Kauczinski den Relegationsplatz in der zweiten Bundesliga. Der KSC trat gegen den "Fußballdino" HSV an - beendete das Hinspiel 1:1, verlor im Rückspiel vor heimischer Kulisse unglücklich. In der darauffolgenden Saison beendete Kauczinski seine Trainerkarriere beim KSC und wechselte zu Ingolstadt.

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Platz 2: Edmund Becker (1.679 Tage)

Die zweitlängste Amtszeit hat Edmund Becker (1.679 Tage) in der Trainerhistorie des KSC inne. Genau 83 Tage länger als Markus Kauczinski.

Edmund Becker, Leiter des KSC-Nachwuchsleistungszentrums
Ede Becker, der Vater des Erfolgs von 2007, ist heute KSC-Nachwuchskoordinator. | Bild: Lukas Hiegle

Zunächst trainierte er den KSC-Nachwuchs, 2005 übernahm er die Profimannschaft und führte sie 2007 zum Aufstieg. Ede Becker leitet seit 2010 das Nachwuchsleitungszentrum des KSC.

Platz 1: Winnie Schäfer (4.285 Tage)

Unerreicht dürfte auf Ewigkeiten Winfried "Winnie" Schäfer sein. Der heute 70-Jährige stand zwischen Juli 1986 und März 1998 in der Verantwortung - 4.285 Tage.

Winfried Schäfer schreit sich als Trainer von Kamerun bei der WM 2002 die Seele aus dem Leib.
Winfried Schäfer schreit sich als Trainer von Kamerun bei der WM 2002 die Seele aus dem Leib.

Zwölf Jahre trainierte er die KSC-Mannschaft - nach dem Aufstieg 1987 elf Jahre in der ersten Bundesliga. Er gilt bis heute als erfolgreichster KSC-Trainer. 

Bis heute unvergessen - das "Wunder vom Wildpark": Das Europapokal-Spiel gegen Valencia, das der KSC im heimischen Wildpark mit 7:0 gewann. Trainer Schäfer durfte das Spiel übrigens nicht vom Spielfeldrand beobachten - er hatte eine Sperre der UEFA. Stattdessen stand dort sein damaliger Assistent Edmund Becker.

Trainer unter 100 Tagen:

Zwei Chef-Trainer waren in den vergangenen 20 Jahren übrigens weniger als 100 Tage im Amt. 

Trauriger Rekordhalter bei der kürzesten Zeit im Wildpark ist Reinhold Fanz. Er musste nach nur acht Tagen und ohne Pflichtspiel auf Druck des damaligen Hauptsponsors EnBW wieder gehen.

Uwe Rapolder hielt sich genau 99 Tage auf dem Stuhl, ehe er über die "Stinkefinger-Affäre" stolperte. Rapolder hatte während der 1:4-Niederlage gegen den FC Ingolstadt (27. Februar 2011) einem Zuschauer auf der Tribüne den Mittelfinger gezeigt, nachdem dieser ihn beleidigte. Zwei Tage später folgte die Trennung.

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