Philip Heise im Spiel gegen Hertha BSC: Immer wieder kurbelte er über die linke Seite die KSC Offensive an, war kreativ und an zwei Treffern der Badenern beteiligt. Aber: Er hatte defensiv Defizite, hatte bei einem Tor der Berliner Aktien drin…

Philip Heise: 1:0 KSC in Minute 16
Der 32 Jahre alte Routinier, der letztmals am 10. Februar in die KSC Startelf berufen worden war, war sofort im Spiel , sehr engagiert. Nach gerade einmal 15 Sekunden preschte er nach vorne in die Offensive, lief sich frei, um angespielt zu werden. Aber die Teamkollegen übersahen ihn.

Nach 15 Minuten lief er von links über das komplette Spielfeld nach rechts, zur Eckfahne. Um von dort einen Eckball nach Innen zu zirkeln. Die Kugel landete irgendwie vor den Füßen vom aufgerückten Marco Thiede, der hämmerte den Ball humorlos ins Netz. 1:0 KSC in Minute 16.
Philip Heise: Insgesamt 6 Torvorbereitungen gegen Hertha BSC
Dann: Der andere Philip Heise. Wieder offensiv, zu offensiv. Herthas Abwehrchef Marc Oliver Kempf schlug einen langen Ball auf Fabian Reese, Heise war auf seiner linken Abwehrseite nicht gut positioniert, Reese konnte ihm davonsprinten, flankte auf Haris Tabakovic und der traf zum 1:1.
Doch Heise setzte erneut offensiv Akzente, war auch beim 2:1 des KSC beteiligt. Seine gut getimte Flanke köpfte Igor Matanovic zum 2:1 für die Fächerstädter ins Netz (45.). Das war Torvorbereitung Nummer sechs in der laufenden Spielrunde für Heise.
Philip Heise: Passsicher im Hertha-Duell
In der 51. Minuten foulte Heise einen Herthaner, nicht schlimm, ein Allerweltsfoul im Mittelfeld. Kurze Diskussion mit Schiedsrichter Bastian Dankert. Heise schmunzelte, dann lachte er.
Und dann? Shake Hands zwischen Heise und dem Schiri. Der filigrane Feintechniker ist eben immer für eine Überraschung gut…

Nach 77 Minuten war Schluss. Bis dahin war er 9,16 Kilometer gelaufen. Darunter waren 23 Sprints. 31,3 km/h als Topspeed. Der Linksfuß hatte 50 Ballkontakte, spielte dabei 32 Pässe, mit einer Passquote von 88 Prozent.

Vier Flanken schlug er in den Hertha Strafraum, die Hälfte davon kam bei einem Teamkollegen an. Allesamt gute Werte. Dazu kamen: Fünf Zweikämpfe führte der Linksverteidiger Heise, davon gestaltete er 20 Prozent siegreich.
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