"Da auf absehbare Zeit keine Zuschauer im Wildparkstadion erwartet werden können, wird die temporäre und unüberdachte Südtribüne nun ab 5. Juni abgebaut", gibt der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (Eibs) in einer Pressemeldung bekannt.

Blick über die neue Tribüne nach einem Regenschauer.
Die Osttribüne soll im September fertig sein. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, die Südkurve erst nach Fertigstellung der neuen Osttribüne abzubauen. Diese werde nach aktuellem Stand aber voraussichtlich erst Mitte September fertig. Durch den vorzeitigen Abbau der Südtribüne soll so "ein unterbrechungsfreier Übergang der Bauarbeiten von der Osttribüne auf die neue Südtribüne" gewährleistet werden.

Stichtag für Fertigstellung noch unbekannt

Doch wie ist diese zeitliche Verschiebung möglich? Der KSC und der Eibs haben sich zuvor bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) für eine Ausnahmegenehmigung eingesetzt, die für Zweitliga-Stadien vorgegebene Mindestanzahl an Zuschauerplätzen von 15.000 über die gesamte Hinrunde der nächsten Spielzeit unterschreiten zu dürfen - und somit Tribünen schneller umbauen zu können. Diese Genehmigung wurde Mitte Mai erteilt.

Senkrechter Blick in den Innenraum des Wildparkstadions
Blick in das Wildparkstadion: Links die Südtribüne, oben die Haupttribüne, rechts die Nordtribüne und unten die neue Osttribüne | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Wann die neue KSC-Stehplatztribüne, die an Stelle der Südtribüne entstehen soll, fertiggestellt werden kann, ist laut Eibs aber noch nicht entschieden. Ursprünglich war der Stichtag auf Anfang Juli 2021 festgelegt. Spätestens dann aber sollen die KSC-Fans vom jetzigen Nordtribünen-Provisorium auf die neu hergerichtete Südtribüne umziehen. Der anschließende Abbau und die Fertigstellung der neuen Nordtribüne ist derzeit nach Angabe des Eigenbetriebs für etwa Ende Mai 2022 vorgesehen.

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Stadion-Neubau wird trotzdem nicht früher fertig

Früher fertig wird das Gesamt-Bauprojekt Stadionneubau trotz des aktualisierten Zeitplans aber nicht, so die Eibs. Der Grund: Der Ab- und Aufbau der Haupttribüne, die als letzte der vier Tribünen erneuert wird, lasse sich zeitlich nicht verschieben.

Blick auf die Haupttribüne vom Mittelkreis des Innenraums aus.
Die Haupttribüne kommt als letzte dran - und kann nicht früher fertiggestellt werden. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die ersten Arbeiten sollen laut Plan im September dieses Jahres beginnen. "Ein früherer Start der Arbeiten ist in diesem Bereich aus verschiedenen Gründen nicht möglich", so der Eibs weiter.

Fledermäuse und Provisorien

So sei noch ein Großteil des Gebäudes, in dem sich unter anderem die KSC-Geschäftsstelle und die Funktionsräume befinden, in Betrieb. "Hier müssen zunächst Provisorien geschaffen werden." Erste Räume, etwa die VIP-Bereiche, werden aktuell aber schon ausgeräumt.

 

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Mit den eigentlichen Abbrucharbeiten für die Haupttribüne soll dann Anfang Dezember 2020 begonnen werden. Ein früherer Beginn sei auch hier nicht möglich: "Da im Gebäude Fledermäuse nisten, dürfen die Abbruch-Arbeiten nicht vorgezogen werden.

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Eine Bauzeitverkürzung ist somit hier nicht möglich", heißt es in der Meldung. Ab März 2021 soll der Bau der neuen Haupttribüne an dieser Stelle starten und im ersten Halbjahr 2022, als letzter Teil der Bauarbeiten, abgeschlossen sein.

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