Tonnenschwere Betonfertigteile rollen - auf Schwerlastfahrzeugen geladen - nach und nach auf die Baustelle des KSC-Stadions. Eingebaut werden wollen die vorproduzierten Elemente im Bereich der ehemaligen Gegengerade: Der Osttribüne.

In deren östlichen Teil werden bereits in der Kurve Richtung Südtribüne die Sitzplatz-Unterkonstruktionen eingehoben. Das gibt der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (Eibs) in einer Pressemeldung bekannt. "Ganz geschlossen wird der Tribünenrang in dieser Phase noch nicht: Erst wenn der Flutlichtmast abgebaut wurde, kommen in der Kurve die letzten Teile an ihren Platz", heißt es darin.

Einbau der Dachkonstruktion beginnt diese Woche

Hinter der Tribüne wird aus je zwei Teilen aktuell der erste Teil des statisch tragenden Systems des Stützwerks rund um das Stadion installiert. Die markanten "Y"-Stützen sind 16,80 Meter hoch. 74 Stück sollen später im gesamten Stadion verbaut werden.

Stand Wildparkstadion 22. Mai
Bild: ka-Reporter

"Auch der Zwischenraum zwischen den einzelnen Y-Stützen wird anschließend noch geschlossen, was wiederum für zusätzliche Stabilität sorgt. Die Y-Stützen nehmen später die Zug- und Druckkräfte aus der Hebelwirkung der frei auskragenden Dachkonstruktion auf", erklärt der Eibs.

Baustand KSC-Stadion 10. Juni
Bild: Eibs

Teile dieser Dachkonstruktion werden laut Eigenbetrieb aktuell im Bereich der ehemaligen Hauptkasse vormontiert. "In dieser Woche werden die ersten Teile eingehoben - wenn die Wetterverhältnisse mitspielen." Zwischenzeitlich wurden im Tribüneninneren auch die tragenden Stützen auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet.

Osttribüne bietet Platz für 9.500 Fans

Zwischen den Y-Stützen und der Rückseite des Stadionrangs sind die Arbeiter derzeit schon mit dem Bau der WC-Anlagen und Technik-Räume beschäftigt. Hier werden auf ein vorbereitetes Fundament die Außenwände gemauert. Diese Rohbauarbeiten direkt hinter der Osttribüne liegen laut Eibs bereits in den Endzügen.

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Auf der gegenüberliegenden Seite des Stadionboulevards, also dem Bereich, in dem sich die Besucher des Stadions künftig zu ihren Plätzen bewegen können, werden derzeit erste Vorbereitungen für den Kiosk-Bau getroffen.

 

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Voraussichtlich ab September kann dann die nagelneue Osttribüne zum ersten Mal von den Fans genutzt werden. In der Übergangszeit, in der die Haupttribüne im letzten Bauabschnitt des Stadionneubaus abgerissen und wieder neu errichtet wird, sollen auf ihr neben 9.500 Fußballfans auch Provisorien für Stadiontechnik, Logen-Gäste und Presse Platz finden.

Abbau der Südtribüne hat begonnen

Doch auch wenn der eigentliche Abbau der gegenüberliegenden Haupttribüne erst für das Spätjahr 2020 angesetzt ist, werden einzelne Bereiche bereits ausgeräumt. Der Grund: Da in der laufenden Spielzeit keine Zuschauer im Stadion mehr erwartet werden, werden einige Bereiche nicht mehr in Betrieb gehen, erklärt der Eigenbetrieb in seiner Meldung weiter.

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Auch im Süden wird bereits gearbeitet: Der Abbau der temporären Südtribüne hat bereits begonnen. Dieser Schritt trägt dazu bei, dass die Arbeiten an der Kurve der Osttribüne bündig in den Neubau der Südtribüne münden können.

Baustand KSC-Stadion 10. Juni
Bild: Eibs

Im nördlichen Bereich, angrenzend zum Adenauerring, wird - rund um das neue Regenrückhaltebecken - nun eine Asphaltschicht aufgetragen. Sie dient später als Aufstellfläche für die Fahrzeuge der Gästefans. Bis dahin entsteht dort noch zeitweise ein Containerdorf. Hier werden nicht nur die Baubüros des ausführenden Totalunternehmers BAM Sports, sondern auch das Equipment für die TV-Übertragung, die Polizeiwache und der Fanshop zu finden sein.

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