Seit Mitte März veräußert der Karlsruher SC Aktien an Privatpersonen und Unternehmen. Unter dem Motto: "Dein Teil KSC" können Interessierte ab 24 Euro eine Aktie erwerben und damit Aktionär werden. Ziel: Die finanzielle Konsolidierung.
Geldsegen für den KSC?
Um dieses Ziel zu erreichen, plant der KSC den Einstieg eines strategischen Investors, der mindestens 25 Prozent der Stimmrechte an der Kommanditgesellschaft übernimmt. Ist solch ein Partner gefunden, ist ein Sitz im Beirat für diesen garantiert. Doch wie läuft aktuell die Suche nach dem Geldsegen?

"Aktuell führen wir mit verschiedenen potenziellen Partnern Gespräche, Wasserstandsmeldungen wollen oder gar Vollzug können wir derzeit aber nicht melden", sagt KSC-Geschäftsführer Michael Becker im Gespräch mit ka-news.de.
Verein und Fans müssen sich also noch ein wenig gedulden. Für Becker aber kein Problem. "Solch ein Prozess dauert natürlich seine Zeit, wir haben da aber auch keinen Zeitdruck", gibt sich der studierte Wirtschaftsinformatiker geduldig. Fest steht aber: Neben neuem Kapital muss der neue Partner auch unternehmerisches Know-how mitbringen.
Becker hält sich bedeckt
Wer aktuell seine Gesprächspartner sind und wer dieses Know-how mitbringen könnte, wollte Becker nicht verraten. Aus Fankreisen erfuhr ka-news.de von dem Gerücht, dass die Firma Consus Real Estate einer dieser potenziellen Partner ist. Dieses Gerücht ist aber hinfällig.

Hintergrund: Die CG Gruppe AG firmiert mittlerweile als Consus RE GmbH und ist ein Tochterunternehmen der Consus Real Estate AG. Im April ist die Consus RE jedoch als Sponsor beim KSC ausgestiegen. Bereits einen Monat vorher ist der Karlsruher Christoph Gröner aus seinem ehemaligen Unternehmen, der CG Gruppe AG, ausgeschieden.
Die neu gegründete CG Elementum AG, bei der Gröner Vorstandsvorsitzender ist, hat zur neuen Saison die Partnerschaft als Topsponsor des KSC übernommen. Die CG Elementum gehört zur Gröner Group, beide Unternehmen stehen in keinem Zusammenhang zu Consus.
Consus wird also nicht beim KSC einsteigen. "Natürlich ist mir die Firma bekannt, Gespräche führen wir mit ihr aber nicht", meint Becker deutlich.

Auch in Sachen Lagardère gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. "Wir stehen weiter in Kontakt, können im Vergleich zu letzter Woche aber nichts Neues verkünden."
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