Herr O`Shaughnessy, was vermissen Sie am meisten aus Finnland?

Natürlich meine Familie, meine Freunde und: Finnisch sprechen zu können.

Gibt es etwas - auch abseits vom Fußball - was Ihnen beim KSC, oder auch in Karlsruhe, auffiel?

Eigentlich nicht. Fußball ist - egal wo ich gespielt habe - ähnlich. Allerdings genieße ich in Karlsruhe die gute Atmosphäre in der Mannschaft. Und die Fans sind, wenn sie ins Stadion dürfen, absolut toll.

Karlsruhes Daniel O'Shaughnessy (M) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit seinen Mannschaftskameraden.
Karlsruhes Daniel O'Shaughnessy (M) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit seinen Mannschaftskameraden. | Bild: Frank Molter/dpa

Sind Sie mit ihren gezeigten Leistungen zufrieden?

Umso mehr Spiele ich hier mache, umso mehr lerne ich das Team kennen - und umso besser wird das Verständnis.

Vom ersten Spiel an waren Sie ohne jegliche Nervosität – sehr selbstbewusst, immer cool. Sind Sie nicht nervös?

Nicht nervös? Das kann man nicht sagen. Aber ich arbeite jeden Tag im Training hart. Ich weiß, was hier auf mich zukommt. Ruhe und Selbstvertrauen muss man sich erarbeiten, das kommt durch intensives Training.

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Gibt es jemand beim KSC, der ihren kompletten Namen korrekt aussprechen kann? Und: Wer überhaupt nicht?

(lächelt) Na ja, ich denke, die meisten Menschen versuchen, diesen Namen nicht komplett auszusprechen. Daher kann ich nicht genau sagen, wer es kann und wer nicht. Aber viele fragen mich: 'Wie spricht man das korrekt aus?'

KSC gegen Nürnberg im Wildpark
Bild: Mia

Sie spielten Fußball in Finnland, England und Frankreich. Jetzt in Deutschland. Gibt es für Sie signifikante Unterschiede?

Die Fußballkultur ist in diesen Ländern schon etwas unterschiedlich. Aber: es ist der gleiche Sport und ich habe ihn, überall wo ich gespielte habe – genossen.

Kannten Sie jemand aus Karlsruhe oder jemand aus der 2. Bundesliga?

Ich habe mit Philip Hofmann einige Monate in Brentfort gespielt. Sonst kannte ich keinen. Einige beim KSC und in der Liga vom Namen her. Und einige Finnen, die in der ersten oder zweiten Bundesliga gespielt haben. Mit ein paar davon habe ich über die Qualität der Liga gesprochen.

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Ist es ein Nachteil, wenn man die Gegenspieler, deren Stärken und Schwächen, nicht kennt?

Wir versuchen vor jedem Spiel den Gegner zu analysieren, das hilft. Aber: wenn man auf dem Platz steht ändert sich oft etwas, man muss sich anpassen, an das was dann passiert.

Haben Sie sich im Vorfeld über den KSC erkundigt?

Ja, ich habe mich über die Historie des Vereins erkundigt und über die Aktualität, Ich habe einige Spieler gefragt, die schon gegen Karlsruhe gespielt haben. Und: Mit dem was ich erfahren habe war ich sehr zufrieden. Es gab nur gute Rückmeldungen.

KSC gegen Sandhausen, 08.02
Bild: Mia

Robin Bormuth ist auf dem Weg zur Fitness. Befürchten Sie, Ihren Platz an ihn zu verlieren?

(lacht) Das ist eine Entscheidung vom Coach. Aber: Je mehr gute Spieler wir zur Verfügung haben, umso besser ist es für die Mannschaft. Ich bin sicher, wenn Robin wieder da ist, wird er für den Rest der Saison das Beste für die Mannschaft geben.

Bitte eine Selbstbeschreibung: Als Spieler, als Mensch.

Als Spieler und als Mensch bin ich sehr ruhig. Ich bin Abwehrspieler, da ist es meine erste Aufgabe Tore zu verhindern und das versuche ich.

Beim KSC spielte vor einigen Jahren schon einmal ein Finne. Wissen Sie wer?

Nein, das weiß ich nicht…

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Es war: Niklas Tarvajärvi. Kennen Sie ihn?

Ich habe den Namen gehört. Aber ich kenne ihn nicht.

Ihre Ziele? Aufstieg? Persönlich? Zehn Tore?

Lacht: Es ist wichtig, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Natürlich will jeder die Saison in der Tabelle so weit vorne wie möglich beenden.

Und Tore schießen?

Das ist nicht meine Hauptaufgabe. Auch wenn ich es gerne mache und immer wieder versuche.

Sie haben einen enormen Einwurf. Haben Sie in der Jugend Handball gespielt?

Nein, niemals, das ist Veranlagung. Das mache ich seit ich ein kleiner Junge war.

Was würden Sie gerne über sich in der Zeitung lesen?

Das ist schwierig zu beantworten, denn Fußball ist ein Teamsport -keine Einzelsportart. Also steht die Mannschaft im Mittelpunkt.