Herr Kobald, beim Hallenturnier erzielten Sie zwei Treffer, das kommt nicht so oft vor. Gibt das Auftrieb für die Rückserie?

Na ja, das war in der Halle, da haben wir nicht erfolgreich gespielt und sind früh ausgeschieden. Es war schön zwei Treffer zu erzielen, hat mich auch gefreut, aber es nicht so wichtig.

Christoph Kobald
Christoph Kobald | Bild: Thomas Riedel

Im Trainingslager in Spanien wird es einige heftige Übungseinheiten geben. Freuen Sie sich darauf?

Heftige Einheiten gab es auch schon zuvor. Das macht mir nichts aus. Das ist eben so in der Vorbereitung. Im Trainingslager sind die heftigen Einheiten in der Sonne - das ist schön.

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Sie waren unumstrittener Stammspieler, mussten nach einer Bänderverletzung, die eine Operation nach sich zog, auf die Bank. War das sehr schwierig?

Die Verletzung war unglücklich, der Zeitpunkt war zum Glück nicht ganz so schlimm, kurz vor der Sommerpause. Dann kamen Neuzugänge und wir hatten viel Personal in der Innenverteidigung. Da war der eine oder andere in einem Flow, es lief gut in der Phase als ich zurückkehrte.

Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22)
Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Da ist es auch verständlich, dass der Trainer ungern wechseln wollte. Ich musste mir meine Position neu erkämpfen. So ist es nun mal im Fußball, es geht schnell.

Der Kampf um die Plätze in der Innenverteidigung für die Rückserie ist eröffnet. Wie beurteilen Sie Ihre Chancen?

Ich hoffe gut. Im Training hat es sich für mich gut angefühlt. Es ist noch etwas Zeit bis zum ersten Spiel, da kann noch einiges passieren. Mal schauen, wie sich alles entwickelt.

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Eigentlich gibt es nur zwei echte Konkurrenten, denn: Felix Irorere, Lazar Mirkovic und Florian Ballas haben wenig Aussichten auf einen Startelfplatz, Daniel Gordon ist in der Warteschleife. Marcel Franke ist für das Spiel gegen Paderborn gesperrt. Stephan Ambrosius war lange verletzt, ist noch ein Wackelkandidat. Bleiben Sie und Daniel O’Shaughnessy.

Alles richtig. Daher: Wir werden sehen was passiert, was der Trainer plant, was ihm gefällt.

Auf den Punkt gebracht: Stand heute sind Sie für das Spiel gegen Paderborn gesetzt.

(lacht): Wenn Sie das sagen, dann muss es auch so sein. Im Ernst: Gas geben, abwarten - es gibt gute Konkurrenz.

Christoph Kobald (KSC 22) hält sich den rechten Fuß vor Schmerzen, am Boden.
Christoph Kobald (KSC 22) hält sich den rechten Fuß vor Schmerzen, am Boden. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Trainer Christian Eichner lässt hin und wieder auch mit einer Dreierkette  agieren. Ist Ihnen das egal?

Beides macht mir viel Spaß, man muss es unterschiedlich angehen. Wir haben beides trainiert, beides in Testspielen eingeübt. Man wird sehen, wo wir uns sicherer fühlen und was aus Trainersicht besser passt. Für mich ist es eigentlich egal, wie wir agieren. Wir können variieren, das ist wichtig.

Alle beklagen, dass der KSC zu viele Gegentore kassiert. Daher steht die Innenverteidigung im Fokus, ist das gerecht?

Irgendwie schon, ja. Wir sind dazu da, unser Tor zu schützen. Wir sind in der Defensive so etwas wie die letzte Instanz und müssen eben dafür sorgen, dass der Ball nicht in unserem Tor landet. Wenn wir das nicht schaffen, dann müssen wir uns an der eigenen Nase fassen.

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Nervt es, wenn zum Beispiel die Kollegen aus dem Mittelfeld Fehler machen, aber besser wegkommen?

So ist Fußball. Einer kommt immer mal zu spät, irgendeiner macht immer einen Fehler - alles kein Problem. Man kann die Schuld eh nicht auf einen Einzelnen schieben, Fußball ist ein Mannschaftssport, ist nun mal ein fehlerbehaftetes Spiel.

Christoph Kobald (KSC 22) schießt den Ball.
Christoph Kobald (KSC 22) schießt den Ball. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Schafft es der KSC die Anzahl der Fehler so einzudämmen, dass man die Klasse hält?

Auf jeden Fall.

Ihr Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Gibt es ein Angebot vom KSC? 

Es gab noch kein Angebot durch den KSC.