Das Beste waren für ihn die beiden erfolgreichen Testspiele. "Man hat gesehen, dass die Jungs, die zuletzt wenig Spielzeit hatten, näher heranrücken.“ Florian Ballas und Christoph Kobald könnten in den ersten Minuten reinkommen und eine Partie durchstehen. Bei Leon Jensen und Sebastian Jung, die in den Tests über lange Distanzen gegangen sind, sei der Stand ähnlich gut.

Brosinski kein Vertragskandidat

Das Quartett wird gegen den 1. FC Nürnberg am Wochenende sicher im Kader stehen. Doch "für einen Startelfeinsatz reicht es wohl nicht“, so Christian Eichner. Die Fitness dazu wäre da - aber am aktuellen Innenverteidigerpaar Marcel Franke und Stephan Ambrosius sei "im Moment kein vorbeikommen. Beide haben starke Leistungen abgeliefert. Dieses Duo hat sich gefunden und macht es im Moment gut.“

Testspiel KSC gegen Mainz, 22.09.2022
Testspiel KSC gegen Mainz, 22.09.2022 | Bild: Mia

Die Testspieleinsätze von Daniel Brosinski, dem inzwischen 34 Jahre alten gebürtigen Karlsruher, der 222 Erstligaspiele und 99 Zweitligapartien absolvierte, aber im Moment vertragslos ist und sich beim KSC fit hält, erklärt Eichner so: "Bei zwei Testspielen in so kurzer Zeit muss man die Belastung dosieren. Daher habe ich ihn gefragt, ob er ein paar Minuten dabei sein möchte und er hat sofort zugesagt. Es war dann klar, dass ich ihn bringe, weil ich so eine Wechselmöglichkeit mehr hatte.“

Der Defensivakteur kam mit einer Sondergenehmigung - aus versicherungstechnischen Gründen – zum Einsatz. Aber der KSC Coach stellte auch klar: "Daniel ist im Moment kein Kandidat für einen Vertrag.“

Am Sonntag spielt der KSC gegen Nürnberg

Der kommende KSC Gegner Nürnberg steht für Eichner "sinnbildlich für die Liga". "Der Club kann an einem guten Tage jedes Zweitligateam besiegen. Die Franken Sie haben eine sehr gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Es stehen viele Talente im Team, dazu abgezockte Profis wie zum Beispiel Johannes Gais. Da gibt es einige Jungs, die wissen wie es geht", so Eichner weiter.

Daher erwartet der KSC Coach ein Spiel auf Augenhöhe. Dass der Club eine nicht all zu erfahrene Mannschaft ins Rennen schickt, wird sich auf den Matchplan des KSC auswirken.

/fcn16/ kassiert gelb für ein Faul an Marvin Wanitzek (KSC 10)
Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg, 21.02.2021 (Archivbild): Marvin Wanitzek (KSC 10) kassiert eine gelbe Karte. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Ob es zu mehr Pressing führt, um den Gegner zu verunsichern, oder ob sich das Team der Badener weit zurückzieht, um bei den Franken so für Unruhe zu sorgen, das wollte Eichner nicht verraten. Das 4:1 der vergangenen Saison sei Vergangenheit. Zudem habe das Ergebnis das Spiel nicht gespiegelt.

"Es war ein enges Spiel. Wir hätten mit zwei Treffern in Rückstand geraten können. Der Club will einen einstelligen Tabellenplatz und ist dazu absolut in der Lage. Ich habe die Mannschaft - wie alle Zweitligisten - live gesehen. Wir sind vorbereitet", sagt Eichner.