Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Felix Omoruyi Irorere zum Einsatz, für Daniel O’Shaughnessy. Der Innenverteidiger musste wegen einer Verletzung vom Feld. Nach dem Einsatz gegen Ingolstadt war Eichner wieder voll des Lobes über den Ex-Frankfurter Irorere: "Ein großes, großes Kompliment an alle die jungen Spieler, wie sie sich in dieses Spiel eingebracht haben. Ein Plus an Felix, der schon in der Halbzeit rein musste. Felix hat seinen Mann gestanden."

Felix Omoruyi Irorere (KSC 20) links und Fabian Schleusener (KSC 24) rechts am Zugband einer Trainingseinheit.
Felix Omoruyi Irorere (KSC 20) links und Fabian Schleusener (KSC 24) rechts am Zugband einer Trainingseinheit. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Es sei nicht einfach gewesen, denn "Felix hat sein erstes Spiel über einen längeren Zeitraum in einer schwierigen Situation gemacht. Das war sehr anständig. Da ist noch sehr viel Potential, das da schlummert, das geweckt bekommen muss. Das ist im Training oft sehr anständig, es geht da um Konstanz. Und um mehr Einsätze".

"Ich bin froh, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe"

Der 19-Jährige zur Situation vor seiner Einwechslung: "Ich habe gesehen, dass Daniel auf dem Platz ein bisschen getaumelt ist, da habe ich mich ein etwas intensiver warm gemacht. Daniel ging nochmals rein - aber dann kam ich." Mit seinem Auftritt war er zufrieden: "Ich bin froh, dass ich spielen konnte und ein gutes Spiel gemacht habe." Anfangs habe man das Spiel überlegen gestaltet und in den ersten Minuten eine Chance gehabt.

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"Wenn der Ball da reingeht, ist der Spielverlauf ganz anders. Dann bekommen wir durch den Elfmeter ein unglückliches Gegentor", so Irorere. Nachdem man zu Beginn der zweiten Halbzeit "nochmals ein bisschen schläfrig" war, seien die Karlsruher dann gut ins Spiel gekommen. "Am Ende haben wir das Ding noch einmal umgebogen", so der Abwehrspieler.

Die Nervosität war gleich verflogen

Anfangs merkte man dem talentierten Defensivakteur seine Nervosität an. Doch er scheute keinen Zweikampf, gewann Duelle und sorgte so für Sicherheit in seinem Spiel. Dass er zuletzt so gut wie keine Spielpraxis sammeln konnte, war zuerst zu bemerken: Diese Saison kam er auf zwei Einsätze, mit insgesamt 56 Minuten. Sein letzter Einsatz über 90 Minuten? In der A-Junioren Bundesliga im September 2019 – vor zweieinhalb Jahren, danach zwang ihn ein Meniskusriss zu einer längeren Pause.

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Bild: Mia

Dennoch arbeitete Felix Irorere gegen den FCI konsequent, scheute kein Duell, feuerte den Ball, wenn es denn nicht anders ging, auch ins Aus. Beim zweiten Treffer der Ingolstädter war er überrascht, reagierte daher etwas spät darauf, dass Keeper Markus Kuster die Kugel nicht festhalten konnte. Doch von Minute zu Minute wurde sein Stellungsspiel besser, strahlte er mehr Sicherheit aus.

Sehen die Fans Irorere schon gegen Hannover wieder?

Kurz nach der Halbzeit musste Irorere gegen Patrick Schmidt in höchster Not klären, da bügelte er die Schlafmützigkeit der Kollegen aus. In Minute 70 wäre ihm nach einer Ecke von Marvin Wanitzek fast per Kopf der erste Treffer in Liga zwei gelungen.

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Insgesamt gab er zwei Torschüsse ab, lief 7,15 Kilometer und hatte 62 Ballkontakte. Seine Passquote liegt bei 88 Prozent. Stark seine Zweikampfquote: 86 Prozent aller Duelle gewann er. Ob das für seinen ersten Startelfeinsatz am Freitag in Hannover reicht?