Der im Murgtal geborene Bentivegna engagiert sich als Aktionär beim Karlsruher Zweitligisten, kaufte 6.250 der vom KSC herausgegebenen Wertpapiere, für einen sechsstelligen Betrag. Daher wurde er zum "KSC-Platin-Aktionär.“

Die Frage, ob dieser Aktienkauf eine clevere Geldanlage sei, beantwortet er zögerlich. "Na ja“, sagt er, überlegt, um dann etwas schmunzelnd zu erklären: "Jain.“

"Ich unterstütze gerne Vereine aus der Region"

Seit vielen Jahren sei er KSC Mitglied: "Fan bin ich schon, so lange ich zurückdenken kann", so Bentivegna. Daher macht der Inhaber der "Roos Spedition“ seit längerem auch Bandenwerbung im Wildpark. "Ich unterstütze gerne Vereine aus der Region", sagt er.

Für ihn ist der KSC "nicht nur ein Fußballverein, sondern ein sehr wichtiger Bestandteil für Karlsruhe und für die gesamte Region.“ Er hofft, dass der KSC in ein paar Jahren wieder in Richtung erste Liga geht. "Das neue Stadion wird toll, aber nicht nur das, auch die Infrastruktur, die im Wildpark geschaffen wird, ist beeindruckend. Die Trainingsplätze, das Nachwuchsleistungszentrum.“

Vito Bentivegna
Vito Bentivegna | Bild: Peter Putzing

Geschäftliche Vorteile hat er durch das Engagement keine. "Ich arbeite mit den größten Chemieunternehmen der Welt zusammen, wir führen viele Gefahrentransporte durch.“ Auf diese Aufträge habe das Engagement bei der Bandenwerbung und der Aktienkauf "null Einfluss“, so Bentivegna, der auch eine Loge im neuen Stadion mietet. "Die bezahle ich separat, das hat nichts mit dem Aktienkauf zu tun.“

Keine Forderungen an den KSC

Michael Becker, Geschäftsführer des KSC, ist voll des Lobes über Bentivegna: "Wir freuen uns sehr, dass wir die Firma Roos Spedition auch als Aktionär gewinnen konnten und bedanken uns sehr bei Herrn Bentivegna." Bemerkenswert ist es für den KSC Geschäftsführer, "dass Herr Bentivegna beim VFB Gaggenau als Vorstand Verantwortung trägt und sich zudem beim KSC als Aktionär einbringt.“ Bedingungen für den Aktiengroßeinkauf stellte Bentivegna keine an den KSC.

Geschäftsführer Michael Becker
Geschäftsführer Michael Becker | Bild: ps/Screenshot

Bentivegna war einst beim VfB

Er hofft im Hinterkopf etwas, dass der KSC mal zu einem Testspiel ins Traischbachstadion nach Gaggenau komme, "oder, dass der eine oder andere KSC Profi ein Jugendtraining beim VFB leiten wird.“ Aber Bedingung beim Aktienkauf sei das nicht gewesen. Er sei eben "völlig fußballverrückt".

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"Mein Vater ist Fußballfan, ich bin Fußballfan, unsere Söhne sind Fußballfans“, bekennt Bentivegna, der einst beim VfB als torgefährlicher, wuchtiger Angreifer aktiv war. Mit 19 Jahren zog er sich einen Kreuzbandriss zu. "Dann hatte ich viel Arbeit im Job, der aktive Fußball war nicht mehr so im Mittelpunkt und zudem ist dann der Bauch gewachsen. Ich habe mich auf die berufliche Entwicklung konzentriert.“ Und – auf die Unterstützung des KSC.