Der Toptorschütze bereitete zudem in dieser Saison drei Tore vor. Der 196-Zentimeter-Hüne im KSC Angriff, der gegen Greuther Fürth seinen Saisontreffer Nummer zehn markierte, ist einer, der immer arbeitet. Als der KSC gegen die "Kleeblätter" mit 1:4 - absolut aussichtslos - zurücklag, gab Hofmann dennoch alles. Er warf sich kurz vor Spielende an der Mittellinie so heftig in einen Zweikampf, dass er dafür gelb kassierte.

Auf dem Weg nach oben? Die Gerüchte um einen Abschied in die Bundesliga von KSC-Stürmer Philipp Hofmann werden konkreter.
Philipp Hofmann im Torjubel. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Er kämpft eben immer um jeden Ball. Neben der Torgefahr zeichnen ihn Wille und Durchsetzungsfähigkeit aus. Hofmann ist kein Weg zu weit, kein Zweikampf zu viel. Er ackert und rackert, läuft den Gegner permanent an, arbeitet auch in der Defensive. Bei gegnerischen Standards verteidigt er mit aller Macht. Ohne Wenn und Aber! "Phil" ist ein Vorbild an Moral und Einsatz!

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Nach seiner Tingeltour durch viele Clubs erklärt der 26-Jährige: "Ich fühle mich hier in Karlsruhe pudelwohl." Seine fußballerischen Qualitäten belegen die zehn Ligatreffer und das so wichtige Pokaltor in Darmstadt. Doch der kopfballstarke fast Zwei-Meter-Mann ist vor allem eines: Teamplayer. Als der Stürmer, der kein Sprinter ist, das 4:1 des KSC gegen Regenburg analysierte - kein Wort über seine Vorbereitung des 1:0, keines zu seinen Toren.

Der Angreifer, der technisch stark ist und mit links eine tolle Schusstechnik hat, sagte: "Das war eine super Teamleistung." Dann strahlte der 90-Kilo-Mann,  als er über den tollen Treffer per Fallrückzieher redete: "Das war mein schönstes Tor als Profi!"

Philipp Hofmann (KSC 33) schießt den Ball.
Philipp Hofmann (KSC 33) schießt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zu seinem Treffer gegen Fürth meinte er: "Mein Tor war eine kleine Randnotiz, das überschattet den schwachen Auftritt nicht." Understatement in Reinform. Ehrlich - nicht aufgesetzt. So wie seine komplette Spielanalyse des Heimdebakels. "Wir waren einfach nicht in den Zweikämpfen drin. Wenn nur ein, zwei Spieler im Spiel drin sind, dann ist das zu wenig - und das war so."

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In der ersten Halbzeit habe man ein paar gute Chancen gehabt, "aber wir sind hinten zu anfällig. Beim ersten Gegentor waren wir mit acht, neun Mann hinter dem Ball -  es zieht sich schon durch die ganze Saison, dass wir zu viele Gegentore kassieren. Das ist einfach Konzentration, das ist ein schwaches Eins-gegen-eins-Verteidigen. Gegen eine so spielstarke Mannschaft wie Greuther Fürth darf man nicht so viel zulassen, wie wir es getan haben."

Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33)
Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Man sei nicht schnell genug nachgerückt: "Wir haben Angst gehabt und zu viel zugeschaut. Ich hoffe wir lernen." Dennoch bleibt er positiv, blickt zuversichtlich nach vorne: "Gegen den VfB haben wir auch ein Schei…-Spiel gemacht, danach gegen Regensburg 4:1 gewonnen. So eine Reaktion müssen wir gegen Wiesbaden auch zeigen."

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