1. Aktuelle Corona-Lage: Inzidenz steigt wieder an

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Die Corona-Lage im Stadt- und Landkreis Karlsruhe befindet sich (noch) in einer recht entspannten Position. Allerdings beginnen die Zahlen in Karlsruhe, wieder etwas nach oben zu klettern.

Zum Vergleich: Waren am Mittwoch, den 4. August, noch 70 Personen mit dem Virus infiziert, so sind es am Freitag, den 13. August, 143. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt im Stadtkreis Karlsruhe bei 27,9 und im Landkreis bei 24 (Stand: Donnerstag, 12. August, 16 Uhr).

Corona Lagekarte 13.08.2021
Bild: Landratsamt Karlsruhe

Ungebrauchte Impfdosen gehen zurück an den Bund

Kein anderes Thema schlägt aktuell solche Wellen, wie die Debatte rund um das Corona-Dilemma "Impfen und Testen" und den damit verbundenen Einschränkungen und Freiheiten. Nicht zuletzt, da das Impftempo in den letzten Monaten immer weiter gesunken ist. Das Ergebnis: Übriggebliebene Impfdosen. Die Frage: Wohin damit?

Es gibt neue Warnhinweise für die verschiedenen Corona-Impfstoffe. Heftige Nebenwirkungen sind aber sehr selten.
Corona-Impfstoffe | Bild: Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Wie das Land bereits darüber informierte, sollen übrig gebliebene Impfdosen zurück an den Bund geschickt werden. Zumindest die, die aus den Impfzentren von Baden-Württemberg stammen. Nach Angaben vom Land sollen diese sich inzwischen auf rund 450.000 Impfdosen summiert haben, bei denen es sich ausschließlich um den Wirkstoff von AstraZeneca handeln soll. Diese sollen vom Bund dann an andere Länder gespendet werden. 

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"Es handelt sich bei den Corona-Impfstoffen um Eigentum des Bundes. Wir werden den Bund bitten, zirka 450.000 Dosen Astrazeneca aus den Bestand in Baden-Württemberg wieder zurückzunehmen. Johnson & Johnson würde der Bund auch zurücknehmen, hier sind aber fast alle unseren Impfdosen verimpft. Es gibt somit keinen Restbestand. 4.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca, bei denen das Haltbarkeitsdatum Ende Juli überschritten wurde, müssen fachgerecht entsorgt werden", erläutert ein Sprecher auf Nachfrage von ka-news.de.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca.
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. | Bild: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild

Auch der pharmazeutische Großhandel, der die Versorgung der niedergelassenen Ärzte über die Apotheken abwickelt, möchte sich "selbstverständlich gerne an einer Lösung beteiligen". Ob und inwiefern dies mit dem Bund bereits in Planung ist, bleibt jedoch unklar.

Keine übrig gebliebenen Impfstoffe in Karlsruhe

Aber wie ist die Lage in Karlsruhe? Gibt es auch hier ein Problem mit übrig gebliebenen Impfdosen? Zuletzt hatte es seitens der SPD-Fraktion im April eine Anfrage zum Verbleib übrig gebliebener Impfstoffe gegeben.

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Auf Nachfrage der Redaktion kann die Stadt hier Entwarnung geben. Demnach sollen bislang "weder in den Impfzentren noch bei den Impfaktionen" Impfstoff-Bestände zurückgeschickt worden sein. Auch die Entsorgung von abgelaufenen Impfstoffen sei kein Thema, da die Mitarbeiter "auf Sicht" impfen würden.

Allerdings gäbe es in den Lagern der Impfzentren noch eine unbestimmte Anzahl an Astrazeneca Impfstoff, der wohl zurück an den Bund geschickt gehen solle. Wann, ob und wie viele Impfdosen das sein würden konnte die Stadt aber nicht konkretisieren. 

2. Entwicklungen der Neuinfektionen in Karlsruhe

Im Verlauf der Corona-Pandemie hat Karlsruhe nun mehrere Hochs und Tiefs hinter sich. Wie die Grafik zeigt, kletterte die Rate der Neuansteckungen im November 2020 in die Höhe, danach im März 2021. Zwischenzeitlich begannen die Zahlen deutschlandweit zu sinken, was unter anderem der fortschreitenden Impfkampagne zugeschrieben wird. Aktuell steigt die 7-Tages-Inzidenz durch die Ausbreitung der Delta-Variante wieder.

Das Problem: Häufig sind Infektionsketten nicht mehr bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen, weshalb eine eindeutige Zuordnung schwierig ist. 

3. So erfolgreich waren die Maßnahmen in Karlsruhe

Ob Schließung des Einzelhandels, Fernunterricht oder die Maskenpflicht: All diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Wie die Grafik zeigt, haben die verschiedenen Beschränkungen jeweils ihre Wirkung entfaltet.

Jeweils rund eine Woche nach Einführung der Restriktionen war die Zahl der Neuinfizierten rückläufig. Dieser zeitliche Verzug ist durch die Inkubationszeit zu begründen. Im Mittel beträgt die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch von Covid-19 laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) fünf bis sechs Tage. In anderen Worten: Sollte es aufgrund der Vernachlässigung der Corona-Vorschriften zu vermehrten Ansteckungen kommen, kann dies erst rund eine Woche später an den Zahlen abgelesen werden.

Dateiname : RKI Bericht 09.08.2021
Dateigröße : 1758408
Datum : 10.08.2021
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