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Karlsruhe Projekt "Afrika-Savanne" im Karlsruher Zoo schreitet voran: Zebras dürfen als erstes in die "Afrika-WG" einziehen

Es geht voran mit den Bauprojekten im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. Nachdem vor fast zwei Wochen die Luchs-Anlage auf dem Lauterberg eröffnet wurde, folgte am Montag, den 18. Oktober, der erste Teil der Afrika-Savanne. Das heißt: Zwei von insgesamt vier Bauabschnitten sind somit abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde gleichzeitig das neue "Wahrzeichen der Afrika-Savanne" präsentiert - ein von der Volksbank Karlsruhe gestifteter Baobab Baum. Mit dem Projekt "Afrika-Savanne" sollen sämtliche Afrika-Huftiere des Zoos in einer großen Anlage miteinander verbunden werden. Gleichzeitig werden den Tieren so mehr natürliche Rückzugsräume geboten und dem Besucher mehr Nähe zu den Tieren ermöglicht.

Elefantenhaus, Luchsanlage und nun die Afrika-Savanne. Zumindest ein erster Teil davon. Nachdem Corona die Bauprojekte im Karlsruher Zoo mächtig ausgebremst hatte, geht es nun plötzlich Schlag auf Schlag.  So wurde an einem sonnigen Montagmorgen der nördlichste Teil der Anlage von Zoodirektor Matthias Reinschmidt und Andreas Lorenz, Vorstand der Volksbank Karlsruhe, eröffnet.

Baobab Baum neues Wahrzeichen im Karlsruher Zoo

"Wir verbinden heute zwei Ereignisse in einem", erläutert Reinschmidt auf der Pressekonferenz am Montag, "zum einen eröffnen wir den allerersten kleinen Teil unserer Afrika-Savanne zum anderen möchten wir ihnen unser neues Wahrzeichen der Afrika-Savanne zeigen, den Baobab Baum."

Zoodirektor Matthias Reinschmidt | Bild: Hammer Photographie

Baobab Bäume, auch Affenbrotbäume genannt, kommen in sämtlichen Größenvarianten in Afrika vor. Ihr Markenzeichen: Der dicke Stamm. Perfekt geeignet, um Wasser zu speichern. Allerdings konnte der Zoo keinen richtigen Affenbrotbaum pflanzen, sondern musste auf eine künstliche Alternative zurückgreifen, welche von einem spanischen Künstler hergestellt wurde.

"Ein echter Baobab Baum würde hier den Winter nicht überleben", erklärt Reinschmidt. Gleichzeitig soll der Kunstbaum später durch angebrachte Vorrichtungen in der Baumkrone bei der Fütterung der Giraffen mitzuhelfen. Finanziert wurde der 100.000 Euro teure Baum von der Volksbank Karlsruhe. 

Ein Teil der Afrika-Savanne im Karlsruher Zoo ist inzwischen fertiggestellt und eröffnet worden. | Bild: Hammer Photographie

Zebras gewöhnen sich ein - aber der Hengst fehlt

Doch nicht nur der Baum hatte heute seine "großen Auftritt" - auch die zwei Zebras "Binti" und "Adela" durften die neugestaltete Fläche der Afrika-Savanne begutachten. "Genau vor einer halben Stunde haben wir die zwei Mädels reingelassen", erläutert der Zoo-Chef. Diese waren während des Bauabschnitts in den Karlsruher Oberwald ausgesiedelt worden. Nur einer fehlt noch im Bunde: Der Hengst "William".

Bild: Hammer Photographie

"William wird in 14 Tagen nachkommen, um den beiden Damen noch Zeit zu geben, sich einzugewöhnen", so der Zoo-Chef. 

Gibt es nächstes Jahr Giraffenbabys? 

Mit der Fertigstellung der neuen "Zebra-Heimat" wurden erst zwei Teile von vier Bauabschnitten fertiggestellt. Aber wie geht es weiter? Nach Angaben des Zoos sollen noch in diesem Jahr die drei Giraffen-Weibchen  "Wahia", "Nike" und "Dhaky" in den Opelzoo nach Kronenberg im Taunus ausgelagert werden - allerdings werden nur zwei von ihnen wieder in den Zoo zurückkehren. 

"Im Taunus werden die drei Gesellschaft von einem Bullen bekommen. Wer von den dreien aber oben bleiben wird, verraten wir noch nicht", heißt es seitens des Zoos.

Giraffen im Karlsruher Zoo
Die Giraffen werden während des Umbaus für zirka ein Jahr in den Opel-Zoo gebracht. Dort soll auch ein Giraffen-Männchen den drei Damen Gesellschaft leisten. | Bild: Verena Müller-Witt

Ist die Auslagerung erstmal erledigt, beginnen die letzten zwei Bauabschnitte der Afrika-Savanne: Die Sanierung des Giraffenhauses und die Anschließung des Giraffenhauses an das bereits fertiggestellte Zebra-Gehege. Auch ein Giraffen-Wintergarten soll infolge der Baumaßnahmen entstehen. "Unser Plan ist es, dass die Giraffen, die Zebras und die Antilopen hier irgendwann zusammen laufen", sagt Reinschmidt.

Die Fertigstellung der kompletten Afrika-Savanne wird im Jahr 2023 erwartet und insgesamt 7,8 Millionen Euro kosten. Begonnen wurde mit den Bauarbeiten im Oktober 2020. 

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Kommentare (4)
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  •   Waterman
    (6773 Beiträge)

    18.10.2021 18:07 Uhr
    Der Baobab war schon immer ein besonderer Baum.
    Als Gott die Bäume erschuf, war der Baobab ständig am Nörgeln. (Hätte es ka-news damals schon gegeben, hätte er sicher einen saftigen Kommentar hinterlassen).

    Der Standort gefiel im nicht, die Blätter und Früchte gefielen ihm nicht, andere Bäume waren immer schöner als er und überhaupt wäre er gerne, was er nicht war.

    Bis Gott eines Tages genug hatte und den Baobab mitsamt Wurzeln aus der Erde riss und und ihn kopfüber wieder in den Boden steckte.

    Deshalb sieht er heute aus, wie er aussieht und er kann froh sein wenigstens ab und zu mal grüne Blätter zu tragen und seine Früchte für die Affen zu bekommen.

    Deshalb darf unser Zooaffenbrotbaum auch etwas mehr kosten und vielleicht sind ja auch noch hin und wieder ein paar Blätter und Früchte eingepreist.
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  •   Gevatter
    (697 Beiträge)

    18.10.2021 17:48 Uhr
    100000 € ist schon happig
    für so einen künstlichen Baum. Gut, der Betrag wird zwar gesponsert, aber trotzdem. Ein stolzer Preis.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    18.10.2021 16:43 Uhr
    und wann
    ziehen die Löwen dort ein?
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  •   Waterman
    (6773 Beiträge)

    18.10.2021 17:55 Uhr
    Sobald die Herden zu groß werden...
    🦓🦓🦓🦓🦓🦓🦓 🦓 🦓🦓 +🦒🦒🦒🦒 🦒
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
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