"Wir wollen bis 2020 den CO2-Ausstoß in Karlsruhe halbieren", erklärte die Erste Bürgermeistern. Neben bessere Gebäudeisolierung und dem Ausbau der regenerativen Energien könne nur der Ausbau der Elektromobilität helfen, diese Ziele zu erreichen, betonte Mergen. Auch soll künftig der Strom für die Elektro-Autos komplett aus regenerativen Energien stammen.
Volltanken für zwei Euro
"Das ist eine unscheinbare Säule, voll mit ausgeklügelter Technik", beschreibt Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, die neue Ladestation. An ihr könnten Autofahrer "nicht nur Strom, sondern auch intelligent tanken." Denn die Fahrzeuge könnten unabhängig vom eigenen Stromanbieter betankt und der Stromverbrauch mit der Stromrechnung abgerechnet werden. Der Vorteil: Kunden können bei einem anderen Stromanbieter laden und bezahlen mit der Stromrechnung des eigenen Stromversorgers.
An der Ladestation am Gottesauer Platz können gleichzeitig zwei Elektroautos aufgeladen werden. So gibt es für unterschiedliche Fahrzeugtypen auch verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Die Ladestation ist mit einem Kartenleser ausgestattet. Zum Tanken wird eine "Tankkarte" benötigt, mit der sich der Kunde identifizieren und dann den Ladevorgang starten kann.
16 Ladestationen geplant
Der Elektro-Smart, mit dem Mergen den ersten Tankvorgang demonstrierte, ist beispielsweise in etwa sechs Stunden vollständig geladen, so ein Sprecher der Stadtwerke. Die zehn Kilowattstunden reichen etwa 100 Kilometer. Eine komplette Tankfüllung des Wagens kostet nach Angaben der Stadtwerke zwei Euro.
Die Ladestation wurde im Rahmen des Forschungsprojekts in Betrieb genommen. Die Anlage wurde gemeinsam von der Energie Baden-Württemberg (EnBW) und der Firma Bosch entwickelt und wird jetzt gemeinsam mit den Stadtwerken Karlsruhe getestet.
Insgesamt sind in diesem Jahr 16 solcher Ladesäulen in Karlsruhe geplant. Neben der neuen Ladesäule am Gottesauer Platz stehen bereits drei weitere in der Daxlander Straße, Stephanienstraße und Gritzner Straße.
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