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Karlsruhe: Bahnstreik in Karlsruhe: DB fährt weiterhin nach Notfallplan

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Bahnstreik in Karlsruhe: DB fährt weiterhin nach Notfallplan

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    Bahnstreik in Karlsruhe: DB fährt weiterhin nach Notfallplan
    Bahnstreik in Karlsruhe: DB fährt weiterhin nach Notfallplan Foto: Thomas Riedel

    Donnerstag, 8 Uhr: DB fährt weiterhin nach Notfallplan

    Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL sorgt weiter für massive Zugausfälle im Fern- und Regionalverkehr in Baden-Württemberg. Auch am Donnerstagmorgen werden nur knapp 20 Prozent der Züge fahren, wie ein Sprecher der GDL sagt. Für Reisende sei das eine Katastrophe. 

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    Foto: Thomas Riedel

    Für den Mittag kündigte der Sprecher eine Veranstaltung vor dem Mannheimer Hauptbahnhof an. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn teilte mit, dass die Bahn auch am Donnerstag nur nach Notfallplan fahre. Die Bahn rät von Reisen ab und bittet die Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt unbedingt zu informieren. Dafür gibt es eine telefonische Sonderhotline.

    Mittwoch, 16.50 Uhr: "Bahnverkehr in Karlsruhe stabil"

    Wie ein Sprecher der AVG gegenüber der Redaktion mitteilt, sei es in Karlsruhe kaum zu größeren Ausfällen gekommen. "Es war fast ein normaler Tag und der Bahnverkehr in Karlsruhe doch recht stabil", so Nicolas Lutterbach. 

    Hauptgrund dafür sei gewesen, dass das Stellwerk im Bahnnetz der DB nicht bestreikt wurde.

    Mittwoch, 7 Uhr: Bahnverkehr um 80% stillgelegt

    Bereits am Mittwochmorgen, 10. Januar, kommt es durch den Streik der Lokführergewerkschaft GDL zu massiven Beeinträchtigungen im Bahnverkehr in Baden-Württemberg. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Morgen mitteilt, sei der Notfallfahrplan wie geplant angelaufen. 

    Eine Anzeige zeigt während eines Bahnstreiks den Hinweis „GDL-Streik: Bahnverkehr massiv beinträchtigt.“.
    Eine Anzeige zeigt während eines Bahnstreiks den Hinweis „GDL-Streik: Bahnverkehr massiv beinträchtigt.“. Foto: Lennart Preiss/dpa

    Aktuell verfügt die Bahn dennoch lediglich über 20 Prozent ihres üblichen Angebots. Vonseiten der GDL werde eine mindestens genauso hohe Streikbeteiligung wie bei den vergangenen Warnstreiks erwartet, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Genaue Zahlen gab es zunächst nicht.

    Arbeitskampf geht weiter

    Bei einer Urabstimmung hatten sich die Gewerkschafts-Mitglieder Ende letzten Jahres für eine Ausweitung des Arbeitskampfes und unbefristete Streiks ausgesprochen. Ab Mittwoch, 10. Januar, 2 Uhr bis Freitag, 12 Januar, 18 Uhr soll nun gestreikt werden.

    Dies hat auch Auswirkungen auf den Stadtbahnverkehr inKarlsruhe. Grund dafür ist, dass die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) für ihren Bahnbetrieb Infrastruktur der Deutschen Bahn (DB) nutzt und auf ihren Stadtbahnen Fahrpersonal der Bahn-Tochter DB Regio einsetzt.

    Zugausfälle auch schon vor Streikbeginn möglich

    "Bereits vor dem offiziellen Beginn des GDL-Streiks am Mittwoch kann es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab etwa 22 Uhr bei der AVG zu Zugausfällen kommen, insbesondere auf den Linien S4, S41 und S42, da der Bahnbetrieb bis zum Beginn der Arbeitsniederlegungen sicher heruntergefahren werden muss", so die AVG in einer Mitteilung an die Presse.

    Nach Ende der Streiks sei im Laufe des Freitagabends bis zirca 20 Uhr ebenfalls noch weiter mit Zugausfällen zu rechnen, bis der Bahnverkehr wieder regulär hochgefahren ist und alle AVG-Stadtbahnen in ihrer regulären Fahrplanlage verkehren.

    Die AVG werde die Fahrtausfälle an den Streiktagen tagesaktuell in ihre Auskunftsmedien einpflegen. Die Fahrgäste werden gebeten, vor Fahrtantritt die Verbindungen zu prüfen, zum Beispiel in der elektronischen Fahrplanauskunft  oder im Abfahrtsmonitor.

    Stellenwerke sind neuralgischer Punkt im Bahnbetrieb

    Wie massiv die Auswirkungen des GDL-Streiks auf den Bahnverkehr in der Region sein werden, hänge entscheidend auch von der Besetzung der Stellwerke im Bahnnetz der DB ab. "Sollten auch diese Bahnanlagen durch die GDL bestreikt werden, wäre auf den betroffenen Streckenabschnitten kein Zugverkehr mehr möglich. Dieser müsste dann komplett eingestellt werden", so die AVG in ihrer Mitteilung.

    Auswirkungen des GDL-Streiks auf die einzelnen Stadtbahnlinien

    • Linien S1, S2, S11 und S12

    Die Linien S1, S2, S11 und S12 sind von dem Streik der GDL nicht betroffen und verkehren regulär.

    • Linien S31 und S32

    Es wird auf diesen Linien kein Fahrpersonal der DB Regio eingesetzt, sodass es hier zu keinen Ausfällen kommt. Falls jedoch Fahrdienstleiter*innen der DB dem Streikaufruf der GDL folgen, kann es durch unbesetzte Stellwerke ebenfalls zu Fahrtausfällen kommen.

    •  Linie S4

    Da auf der Stadtbahnlinie S4 auch Fahrpersonal der DB Regio eingesetzt wird, kann es verstärkt zu Fahrtausfällen kommen, insbesondere im Abschnitt zwischen Eppingen, Heilbronn und Öhringen. Die AVG wird vor allem versuchen, das Fahrplanangebot bei den langlaufen-den Verbindungen von Karlsruhe Albtalbahnhof bis Öhringen-Cappel aufrechtzuerhalten und damit den Fahrgästen mindestens einen Stundentakt anzubieten.

    • Linien S41 und S42

    Durch die Arbeitsniederlegungen des Fahrpersonals von DB Regio, das auf diesen beiden AVG-Stadtbahnlinien im regulären Fahrbetrieb in großer Zahl zum Einsatz kommt, wird es auf diesen Linien zu Zugausfällen und Einschränkungen kommen. Der Bahnverkehr wird jedoch – anders als bei den vorangegangen kürzeren Warnstreiks der GDL Ende letzten Jahres – nicht komplett eingestellt, sondern ein Grundangebot für die Fahrgäste aufrecht-erhalten: Die Linien S41 und S42 verkehren während des Streiks jeweils alle zwei Stunden. Dadurch kann auf dem Streckenabschnitt zwischen Heilbronn Willy-Brandt-Platz und Bad Friedrichs-hall für die Fahrgäste in etwa ein Stundentakt angeboten werden.

    • Die Linie S41 fährt in den geraden Stunden zur Minute :18 an der Haltestelle Heilbronn Hbf/ Willy-Brandt-Platz in Richtung Mosbach ab. In der Gegenrichtung startet die S41 immer in den ungeraden Stunden zur Minute :

    42 in Mosbach (Baden) in Richtung Heilbronn. Die Pendelfahrten zwischen Mosbach (Baden) und Mosbach-Neckarelz werden nur in den ungeraden Stunden angeboten.

    •  Die Linie S42 fährt in den ungeraden Stunden zur Minute :

    38 an der Haltestelle Heilbronn Hbf/ Willy-Brandt-Platz in Richtung Bad Rappenau ab. Die Halte Babstadt, Grombach, Steinsfurt, Sinsheim Museum/Arena und Sinsheim (Elsenz) Hbf werden nicht von der Linie S42 bedient (die anderen Halte werden regulär bedient). Als Alternative können die Fahrgäste den Regionalexpress RE 10b der SWEG nutzen, der außerplanmäßig in Babstadt, Grom-bach und Steinsfurt halten wird. In der Gegenrichtung startet die S42 immer in den geraden Stunden zur Minute :33 in Bad Rappenau in Richtung Heilbronn.

    •  Linien S5, S51, S52, S6, S7, S71, S8 und S81

    Da auf diesen Stadtbahnlinien auch Fahrpersonal der DB Regio eingesetzt wird, kann es zu vereinzelten Fahrtausfällen kommen. Falls Fahrdienstleiter*innen der DB dem Streikaufruf der GDL folgen, kann es auch auf diesen Linien zu erheblichen Einschränkungen kommen.

    Streik hat keine Auswirkungen auf Bahnen und Busse der Verkehrsbetriebe Karlsruhe

    Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) sind vom Streik der GDL nicht betroffen. Alle Bus- und Trambahnlinien der VBK verkehren regulär. Ebenfalls nicht betroffen sind die AVG-Stadtbahnlinien S1, S2, S11 und S12, da diese keine DB-Infrastruktur nutzen und dort kein Fahrpersonal der DB zum Einsatz kommt.

    Mit Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa)

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