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Karlsruhe: Staatsekretärin Splett weist Kritik zurück: Karlsruher Modell nicht gefährdet

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Staatsekretärin Splett weist Kritik zurück: Karlsruher Modell nicht gefährdet

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    Gisela Splett (Grüne)
    Gisela Splett (Grüne) Foto: ps

    "Dem Verkehrsministerium und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sind die Besonderheiten des Karlsruher Systems durchaus vertraut", so  Splett. "Deshalb wird es auch nicht zu einer wettbewerblichen Vergabe der durch die Karlsruher Innenstadt führenden regionalen Stadtbahnlinien kommen, sofern die Stadt dies nicht wünscht. Ein Brechen der Linien am Karlsruher Hauptbahnhof steht nicht zur Diskussion."

    Salomon: "Da kann nur Wahlkampf im Spiel sein"

    Nur auf Linien, welche das Karlsruher Innenstadtnetz gar nicht berühren und die keine besonderen Zweisystemfahrzeuge erfordern, werde sich die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mittelfristig, ebenso wie die Deutsche Bahn, dem Wettbewerb stellen müssen. Anderes sei vergaberechtlich gar nicht zulässig. Splett weiter: "Ich weiß nicht aus welchen Motiven die Herren Fenrich und Casazza hier Befürchtungen schüren. Sie müssten es besser wissen, weil ihnen Vertreter des Ministeriums im Rahmen einer AVG-Aufsichtsratssitzung in dieser Woche das Konzept dargelegt haben."

    Der Karlsruher Abgeordneter der Grünen, Alexander Salomon, sieht ganz andere Beweggründe für die Karlsruher Kritik an der Landesregierung. "Da kann nur Wahlkampf im Spiel sein, wenn ohne Fakten die Bürgerinnen und Bürger verunsichert werden sollen", ist sich Salomon sicher. Es sei völlig abwegig zu meinen, dass die Grün-rote Regierung das erfolgreiche Karlsruher Modell in Frage stelle. "Der KVV sollte sich auf die vorhandenen Probleme mit Verspätungen und überlasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentrieren und keine unnötigen Scheindebatten starten. Auch Herr Fenrich kann seine Kräfte in den letzten Monaten hier sinnvoller konzentrieren", so Salomon.

    Gefahr für das Karlsruher Modell?

    Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will das Bahn-Monopol im Nahverkehr brechen und damit für einen bezahlbareren und besseren Service auf der Schiene sorgen. Dabei setzt er vor allem auf mehr Wettbewerb zwischen den Anbietern von Nahverkehrsleistungen und Landeshilfen für Konkurrenten der Bahn. "Wir werden das Schienenverkehrsangebot im Land um weitere 15 bis 20 Prozent ausweiten", kündigte Minister Hermann am Donnerstag in Stuttgart an. Dabei will der Grünen-Politiker vor allem auf mehr Wettbewerb zwischen den Anbietern von Nahverkehrsleistungen und Landeshilfen für Konkurrenten der Bahn setzen.

    Gegen die geplante pauschale Ausschreibung von Schienenleistungen durch das Land Baden-Württemberg haben sich der Karlsruher Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), Heinz Fenrich, sowie Walter Casazza, Geschäftsführer des KVV und der AVG, mit deutlichen Worten gewandt. Sie sehen durch die Pläne des Ministerium das "Karlsruher Modell in ernster Gefahr".

    Siehe auch:

    Karlsruher Modell in Gefahr? Casazza kritisiert Minister

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